Hilfe für die Kriegsgebiete in der Ukraine

So lange tobt er nun schon, der schreckliche Krieg in der Ukraine, einem Land, das Russland gerne wieder für sich vereinnahmen würde.

 

Warum können Menschen nicht einfach in Frieden leben? Warum muss man etwas haben wollen, das einem nicht gehört? Warum müssen Bomben geworfen, Häuser zerstört und Leben vernichtet werden?

 

Das Leid der Menschen, die in den Kriegsgebieten weiterhin leben, ist wohl kaum für einen von uns nachzuvollziehen. Wenn man ständig mit Angriffen leben muss, wenn man nicht weiß, ob man am nächsten Tag noch am Leben ist - oder die eigene Familie oder Freunde. Wenn man nicht weiß, ob Hab und Gut bald nur noch Trümmer sein werden. Wenn die Versorgung in Nähe der Front in den Städten und Dörfern kaum noch möglich ist und es oft an den einfachsten Dingen fehlt.

 

Danken wir alle Gott, dass wir von solchen Erfahrungen lange verschont geblieben sind und in Frieden leben. Eigentlich müsste man es sich wirklich jeden Tag vor Augen halten, welcher Luxus dies alleine ist. Dass steigende Preise zwar schlimm aber niemals so schlimm sind wie im Krieg zu leben.

 

Wir von Helficus sammeln alles an Sachspenden, was an anderer Stelle gebraucht werden kann. Wir verteilen um. Nehmen den Spendern die Last der nicht benötigten Ware ab, ersparen unsinnige Vernichtung von brauchbaren Gütern und geben diese dann dorthin, wo sie dringend benötigt werden und eine große Hilfe darstellen.

 

Für die Ukraine - dort die Kriegsgebiete - sammeln wir schon lange medizinische Mittel und Bedarf für die Pflege von Menschen. Menschen in Krankenhäusern, in Heimen oder auch in den eigenen vier Wänden. Für Menschen, die diese Dinge unbedingt brauchen und an die für sie kaum ein Herankommen ist.

 

Das sind Unterlagen für die Betten, das sind Desinfektionsmittel, das sind Einwegprodukte wie Masken, Kittel oder Handschuhe. Das sind Sprintzen, Kanülen, Verbandmaterial jeder Art, Rollatoren, Rollstühle und eben alles, was für kranke oder alte Menschen oder auch für kranke Kinder benötigt wird.

 

Bernd war gestern wieder für uns unterwegs um eine PKW-Ladung mit solchen Spenden nach St. Augustin zu bringen. Zum Verein "St. Augustin-and-friends hilft eV" (Link zur Homepage des Vereins)

 

Von diesem Verein wurden bereits 50 Konvois mit dringend benötigten Gütern in die Ukraine gebracht. Neben den medizinischen Hilfen wurden z.B. auch Feuerwehrfahrzeuge gespendet.

 

Mit dem nächsten Konvoi werden nun auch Güter von Helficus auf den Weg nach Süd-Osten gehen.

 

 

Dieser so großen und hochwertigen Spende liegt ein trauriger Anlass zu Grunde. Ein Mensch ist verstorben. 

 

Alles das, was ihr auf den Fotos seht, war gedacht um ihm sein Leben/Leiden zu erleichtern. Doch, am Ende wurden die Sachen nicht mehr gebraucht.

 

Zum Glück hat die Familie in ihrer Trauer nicht alles weggeworfen sondern in einer lokalen Facebook-Gruppe zu verschenken angeboten. So hatten die Sachen noch eine Chance anderswo jemandem zu helfen.

 

Bernd hatte das Angebot gelesen und sich sofort für Helficus darauf gemeldet. Und die Hinterbliebenen waren dankbar, einen so guten Abnehmer und weitere Verwendung für ihre Sachen gefunden zu haben.

 

Die blaue Rolle ist übrigens eine Spezialmatratze, die nie zum Einsatz gekommen war und in den braunen Kartons befindet sich Flüssignahrung, die unheimlich teuer ist und die gerade für alte bzw. schwerkranke Menschen immer dringend benötigt wird.

 

Glaubt mir, wir haben uns alle riesig über die Spende gefreut. Auch wenn der Anlass ein trauriger war.

 

Dennoch kann ich euch daher heute auf diese Art Spenden zu erhalten aufmerksam machen. Fast jeder Ort, fast jede Stadt hat eigene Facebook-Gruppen und auch bei WhatsApp gibt es Trödel- oder Verschenkgruppen.

 

Hält man nun die Augen offen und meldet sich schnell, wenn dort etwas angeboten wird, das anderswo gesucht wird, kann man ohne großen Aufwand und Kosten helfen.

 

Aus unserem Lager hat Bernd noch zusätzlich Spenden mitgenommen, die zwischenzeitlich schon wieder per Paketen angekommen waren. Vielen herzlichen Dank an die Spender.

 

 

 

Bei sich hatte Bernd auch noch einige abgelaufene KFZ-Verbandkästen, die vom Verein auch sehr gerne angenommen werden.

 

 

Viele Materialien aus den Kästen haben kein Verfallsdatum, sie können also unbegrenzt genutzt werden. Und das, was abgelaufen sein sollte, das kann immer noch für Schulungszwecke von z.B. Schülern oder Erste-Hilfe-Kurse eingesetzt werden.

 

Bernd hat sich gestern auf die Autobahn begeben und den Weg nach St. Augustin genommen. Dort angekommen traf er auf eine perfekt durchorganisierte Sammelstelle, in der viele Helfern tätig waren und sein Auto war schneller ausgeräumt und alles entsprechend für den Weitertransport sortiert und verstaut als er schauen konnte.

 

 

Rechts seht ihr unsere Matratze.

 

Bernd traf auf Herrn Gunther Maassen, dem Gründer und 1. Vorsitzenden des Vereins, dem er kurz Helficus vorstellen konnte. 

 

Interessant war zum Beispiel auch, dass besonders für die Schützengräben und

-bunker in der Sammelstelle in St. Augustin aus Kerzenresten in leeren Dosen Kerzen gegossen werden. Diese halten die Feuchtigkeit aus den Gräben und Bunkern und geben zudem etwas Licht.

 

 

Dank der ehrenamtlichen Helfer sind auch solche Arbeiten möglich. 

 

Es kann so vieles noch wiederverwendet werden. Man schmeißt leider oft viel zu viel weg. Bisher habe ich auch immer Kerzenreste gesammelt um sie an diverse Einrichtungen zu geben, ich werde weiter sammeln und alleine damit helfen. Ihr doch bestimmt jetzt auch, oder?

 

Da Herr Maassen die Konvois in die Ukraine persönlich begleitet kennt er sehr gut die Verhältnisse vor Ort und kann daher gezielt Hilfe leisten. Man spricht sich mit den Menschen vor Ort ab, was besonders gebraucht wird und sammelt diese Sachen dann für den nächsten Transport. 

 

Eine immer aktuell gehaltene Sammelliste findet man auf der Homepage des "Vereins "St.Augustin-and-friends hilft eV"  Bitte schaut es euch an, womit ihr alles direkt oder auch über uns Hilfe für die Menschen in den Kriegsgebieten helfen könnt.

 

So wie wir Unterstützung bekommen, so können wir auch weiterhin beim Verein helfen. Unsere Sammelstelle ist natürlich viel kleiner und wir haben nur wenige Hände, die immer mit anpacken, aber wir können trotzdem viel bewirken.

 

 

Nun noch eine weitere Anregung für euch, die auch Bernd sehr wichtig war, dass ich sie hier wieder einmal erwähne: Erzählt von Helficus! Erzählt davon was wir tun. Erzählt, warum ihr bei uns helft!

 

Dank dieses Erzählens hat Bernd mehr Spenden von der Familie des Verstorbenen bekommen, als ursprünglich gedacht war. Man war sofort dabei als man hörte, dass die Hilfe ankommt und die Sachen nicht "verhökert" werden.

 

Ausserdem ist durch das Erzählen seines Engagements bei Helficus bei einer Bekannten Bernd auf den Verein St. Augustin and friends hilft eV aufmerksam geworden, denn die Bekannte engagiert sich dort ebenfalls.

 

Und schon schloss sich ein Kreis!

 

Ein kleines Gespräch kann so viel bewirken! Ein kurzes Gespräch kann so viel Hilfe bedeuten. 

 

Ich kann hier immer nur Informationen an die Welt geben. Was ihr, als Leser dann daraus macht, das kann ich kaum beeinflussen. Ich bin auf euch und eure Mithilfe angewiesen. Nur mit euch zusammen kann Helficus seinem Namen gerecht werden und helfen.

 

Ich danke euch, dass ihr den heute so langen Text aufmerksam bis hier gelesen habt. Ich danke euch für eure Spenden, ob Geld- oder Sachspenden. Ich danke euch dafür, dass ihr mithelft, dass Ressourcen nicht vergeudet werden und Menschen und Tiere Hilfe bekommen können.

 

Zum Schluss zeige ich euch noch Bilder von einem Flyer von St. Augustin and friends hilft eV. Wie fast überall werden neue Mitglieder gesucht und helfende Hände werden gerne gesehen.

 

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