Lebensretter mit Folgen

In Deutschland wurde jetzt auch ein kleines Leben gerettet. Von unserem Bernd F., der in seinem Garten eine flugunfähiges kleines Amselküken entdeckt hat.

 

Nachdem der kleine Vogel auch nach zwei Stunden sich noch nicht von seinem Platze wegbewegt hatte und auch die Eltern nicht zu entdecken war, hat Bernd den Nestling vorsichtig aufgehoben und - nachdem er sich im Internet erkundigt hatte - zu einer Wildvogel-Aufzucht-Pflegestelle in Verlautenheide bei Aachen gebracht.

 

Dort traf er auf eine nette Dame, die ihm auch versicherte, dass er vollkommen richtig gehandelt hat. Das Küken wäre noch zu jung um fliegen zu können und auf dem Boden hätten es seine Eltern auch nicht lang genug füttern können damit er allen Gefahren hätte trotzen können. Nur eine Katze mit Auslauf hätte genügt oder ein hungriger größerer Vogel...

 

So wurde die kleine Amsel in die Obhut der Dame gegeben. Diese erzählte Bernd dann, dass bereits 400 Vögel alleine in diesem Jahr von ihr und ihrer Freundin, die in Rohren in der Eifel tätig ist und sich um die bereits ausgewachsenen Vögel kümmert, da sie eine große Voliere besitzt, aufgepäppelt worden sind.

 

Das muss man sich einmal vorstellen! Eine wunderbare und so wichtige Arbeit, die die beiden Damen da leisten. Doch, leider werden die gefundenen Vögel nur abgegeben, dass sie und ihre Pflege große Summen an Geld verbrauchen, darum schert sich kaum einer. Bernd war aber sofort zu einer Spende für die Pflege der Vögel bereit.

 

Nun war Bernd am Zug und berichtete von seiner Hilfe bei Helficus und fragte, ob wir denn etwas zur Arbeit rund um die Vogel-Patienten tun könnten. Helficus war der Dame bekannt und sie freute sich natürlich über das Hilfangebot. Immer würden Desinfektionsmittel für Hände und Flächen und auch Krankenunterlagen benötigt.

 

Am nächsten Morgen kam auch die freudige Nachricht zu Bernd, dass das Amselküken den Umzug gut überstanden hat und in der Pflegestelle sogar einen "Freund" gefunden hat, mit dem das kleine Ersatznestchen geteilt wird.

 

 

Derweil liefen die Telefondrähte zwischen Bernd, mir und Inge heiß. Was und wieviel hatten wir an Material zur Verfügung um den beiden Damen bei ihrer Arbeit Unterstützung zu leisten.

 

Nicht nur die Haustere sondern auch die Wildtiere brauchen unsere Hilfe und eben auch die Menschen, die sich um diese Tiere kümmern. Sie treten viel zu oft in den Hintergrund, wenn über Tierschutz gesprochen wird. Wie viele Menschen kümmern sich jedoch um alle Arten von Wildtieren und brauchen wirklich auch Hilfe bei der Arbeit?

 

Auf die Schnelle konnten wir dann doch eine ansehnliche Menge an den benötigten Materialien zusammenstellen.  

 

Bernd holte einiges ab und brachte es zusammen mit noch weiteren Spenden, die er noch bei sich hatte, heute nach Verlautenheide.

 

 

So soll es doch auch sein! Nicht nur reden sondern auch wirklich umsetzen. Und das möglichst zügig. 

 

Bei Helficus ist alles das möglich - wenn wir entsprechend selber Unterstützung durch Spender erhalten.

 

Die Freude war natürlich sehr groß. Die Dame, die als Bernd ankam gerade mit der Versorgung der Vögel beschäftigt war und kurz darauf an die Haustüre kam, war sehr dankbar über die so wertvollen Spenden. 

 

Bernd war glücklich, dass es der kleinen Amsel gut geht und er das kleine Leben hat retten können. 

 

Überrascht war er, als er hörte, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis der Vogel am Ende ausgewildert werden kann. Sagt selber: Hättet ihr das gedacht, dass das so lange dauert? Nein, ich auch nicht. 

 

Sobald er flugfähig ist, zieht er nach Rohren um in die Flugvoliere. Von dort aus wird er dann in die Natur der Eifel entlassen.

 

Ich freue mich reisig, dass ich so tolle Helfer habe, die ein wirkliches Herz für die Tiere haben und sich für sie einsetzen. Und ich freue mich riesig, dass wir nun auch den Kontakt zu einer solchen Pflegestelle haben, die sich allerdings nicht über fehlende Arbeit beklagen kann. Da alles rein ehrenamtlich erfolgt und Finder von Vögeln über Vereine zu ihnen verwiesen werden, möchte ich hier keine Namen nennen. 

 

Wer einen Vogel findet, der verletzt ist oder irgendwie anders Hilfe braucht, der findet in seiner Region immer Kontakte von Wildvogel-Aufzuchtstationen, die mit solchen Pflegestellen zusammen arbeiten.

 

So nahm alles einen guten Verlauf. Dem Vogelkind geht es gut, es ist in besten Händen und die Pflegestelle konnte mit wichtigem Material bedacht werden.

 

Unser Kontakt ist jetzt vorhanden und man wurde ermuntert sich zu melden, wenn Bedarf an Sachspenden besteht. So wir können werden wir gerne wieder helfen.

 

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