Arme kleine Boni

Wieder einmal hat Lucia von der Protectora La Luz de Laura in Andalusien einen kleinen Patienten.

 

Es hört in den Tierstationen einfach nicht auf, gerade wenn man wie Lucia die Tiere immer umfassend untersuchen lässt. Das ist der große Unterschied zu den großen Tierheimen im Ausland. Dort kommen die Tiere rein, werden vielleicht einmal kurz von den Tierärzten angeschaut, wenn sie ihre Impfungen bekommen oder kastriert werden und werden dann in die Gehege gesetzt wo sie bleiben, bis sie irgendwann vielleicht ausreisen dürfen. 

 

Bei den riesigen Massen an Tieren ist es auch schwer unmöglich jedes Tier besonders im Auge zu haben. Die Tierpfleger sind irgendwelche ungelernten Kräfte, die die Tiere mit Futter und Wasser versorgen und es sind ohnehin meist viel zu wenig von ihnen. Die Tierärzte können gerade das absolut nötigste tun und das ist nun einmal nicht viel mehr als impfen, chippen und kastrieren.

 

Kleine Tierstationen kennen jedes ihrer Tiere. Da sind die Betreiber jeden Tag selber bei ihren Tieren. Sie fahren sie zu den Tierärzten - oder wie Lucia - lassen sie schon vor Ankunft in der Anlage umfassend untersuchen. Werden Auffälligkeiten bei den Tieren festgestellt, werden diese zur Tierklinik gebracht und die Tiere werden behandelt. 

 

Die kleine Hündin Boni, so ein mini 2 kg Hund, wurde von Lucia aufgenommen und natürlich untersuchen lassen, Es wurde festgestellt, dass eines ihrer Augen sehr schlecht war und dass die Ohren starke Wucherungen hatten. Diese müssen nun täglich gepflegt werden. 

 

Das Auge wurde - weil es Boni Schmerzen verursachte und nicht besser wurde, nun entfernt. In einem wurde die kleine Hündin kastriert. Dabei wurde festgestellt, dass die Gebärmutter in einem ganz schlimmen Zustand war und hochgradig entzündet und vereitert. Ein Glück für Boni, dass sie bei Lucia war, denn ansonsten wäre sie wohl bald gestorben.

 

Lucia konnte die kleine Maus bald schon wieder mit nach Hause nehmen, wo sie auch mit im Haus leben darf, damit sie ihre Ruhe hat.

 

 

Boni hat alles soweit gut überstanden. Das arme kleine Hündchen hat aber auch alles an Problemen mitgenommen, was ging. 

 

Drücken wir ihr alle ganz feste die Daumen. Mit dem fehlenden Äuglein wird sie gut leben können. Bestimmt konnte sie mit ihm ohnehin nichts mehr sehen. In ihrem kleinen Kuschelbettchen wird sie sich nun in Ruhe von all den großen Strapazen erholen können.

 

Die Arbeit, und die Kosten, die Lucia mit den Tieren auf sich nimmt, die sind schon vorbildlich. Ich denke, wir alle sind sehr glücklich, dass es Lucia gibt, die sich den älteren Tieren verschrieben hat. Boni ist wieder einer der Beispiele, warum andere Tierheime oder Tierstationen gerade ältere Hunde nicht gerne aufnehmen. Sie sind einfach zu teuer... 

 

Erhole dich schnell und gut, kleine Boni, damit Lucia bald eine gute Familie für dich finden kann in der du glücklich, geliebt und umsorgt hoffentlich noch viele Jahre leben kannst. 

 

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