50 Hunde werden nicht mehr zu Müttern

 

Dies sind die Fotos, die wir sehen wollen und die wir auch gerne sehen.

 

Nein, der Hündin ist nichts schlimmes passiert. Ganz im Gegenteil, sie liegt in der Tierarztpraxis von Equiwent auf dem OP-Tisch weil sie gerade kastriert wurde.

 

Die Tiere stecken den mittlerweile wirklich kleinen Eingriff gut weg. Zusätzlich zu Kastration werden sie bei den Tierärzten von Equiwent noch gegen Parasiten geschützt bevor sie zurück zu ihren Besitzern gehen.

 

Dort, in den Dörfern irgendwo abseits der Städte, dort kommt der ständige Nachschub an Welpen nämlich her. Dort leben die Hunde unbeaufsichtigt und so wird jede läufige Hündin logischerweise immer wieder gedeckt. Für die Welpen ist kein Platz und kein Geld um sie zu behalten. Vielleicht spielen anfangs Kinder noch etwas mit ihnen doch dann müssen sie weg.

 

Wir alle kennen die Fotos aus den Tierheimen, Fotos, auf denen viel zu viele kleine Welpen zusammengepfercht in kleinen Gehegen leben. Krankheiten verbreiten sich schnell und so sterben die meisten der Kleinen bevor sie überhaupt geimpft werden könnten.

 

Ein paar Glückspilze schaffen es zu überleben. Sie werden im Internet zur Adoption angeboten. Sie sehen niedlich aus, mit ihren großen Pfötchen und hilflosen Augen. Aber auch von ihnen bleiben viele zurück, werden größer, sind dann nur noch einer vorn vielen und verbringen ihr manchmal restliches Leben in den kleinen Gehegen.

 

Das kann doch niemand wollen, der ein Herz für Tiere hat. Wir wollen doch, dass es den Tieren gut geht, dass die Kontakt zu Menschen haben, dass sie in Familien leben dürfen. Dass sie geliebt und umsorgt werden. doch dafür sind es immer noch viel zu viele Hunde um diesen Traum möglich zu machen.

 

Zwar werden jedes Jahr tausende Tiere in Deutschland aus dem Ausland in Familien vermittelt doch es bleibt immer noch der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

 

Wer gegen Grausamkeit ist, der muss gegen die überfüllten Tierheime sein und der muss für Kastrationen sein.

 

Dieser kleine Eingriff bei den Hündinnen auf dem Land verhindert all dieses Elend.

 

Erst wenn die Anzahl der Tiere runtergeht haben wir alle die Möglichkeit für die Tiere in den Tierheimen eine realistische Chance zu bieten dort herauszukommen und haben wir die Möglichkeit aus den heute so oft so zusammengeschusterten Tierheimen Orte zu machenm, die ihren Namen auch verdient haben.

 

Heute fließen jeden Monat Unsummen alleine in das Futter und die Versorgung der vorhandenen Tiere. Meist reicht das Geld nicht einmal um sie genügend zu behandeln wenn sie krank sind oder sie gegen Krankheiten und Parasiten zu schützen.

 

Ist das wirklich Tierschutz? Ich meine: NEIN.

 

Es ist der klägliche Versuch von einigen wenigen guten Vereinen den Tieren irgendwie gerecht zu werden und ihnen zumindest das Leben zu retten. Leider aber geraten die Hunde in den weitaus häufigeren Fällen von dem Regen in die Traufe und fristen ihr Leben in unvorstellbaren Löchern.

 

Ja, viele ausländische Tierheime sind nicht einmal daran interessiert, dass es weniger Welpen gibt, lassen sich diese doch besser vermitteln als erwachsene Hunde. Sie treffen das Kindchenschema der Menschen und berühren die Herzen mehr als ein ausgewachsenes Tier. In diesen Tierheimen sind die Tiere eben eine Ware die Geld bringt.

 

Als großer Kastra-Partner beim Verein Equiwent gehen wir den Weg der Kastrationen. den Weg der Kastration der Hunde, die auch wirklich für den Zufluss von Welpen zuständig sind. Denn wir sehen Welpen nicht als Ware sondern als Lebewesen, die ein Recht auf ein guten Leben haben. Haben sie es nicht, dann ist es besser, wenn sie nicht geboren werden.

 

Der Monat ist für uns finanziell ein sehr schwieriger gewesen und ich befürchte, dass auch der Mai nicht besser werden wird. Dennoch wollen wir so viel wie möglich Geld in die Prävention von Elend geben.

 

Ich konnte soeben das Geld für 50 Kastrationen in Rumänien an den Verein Equiwent in unserer aller Namen schicken.

 

 

 

Der größte Teil des Betrages stammt aus den Verkäufen aus unserem Spendenflohmarkt. Die Einnahmen dort gehen in die leider bei Spendern so ungeliebten Kastrationen.  Leider war der April auch für den Spendenflohmarkt ein schwieriger Monat und die Käufer der schönen (meist neuen) Waren haben sich sehr zurückgehalten.

 

Am Samstag habe ich hier zum "Anti-Muttertag" aufgerufen um Geld zu sammeln, das wir für weitere Kastrationen verwenden können. Dank ein paar lieber Tierfreunde kamen 280,-- € zusammen, die ebenfalls in die Finanzierung dieser 50 Kastrationen geflossen sind.

 

Damit waren wir aber noch immer nicht beim benötigten Betrag und ich war mehr als glücklich, dass ich noch etwas über Shopping for Animals verkaufen konnte und zudem eine allgemeine Spende bekommen hatte, die ich für die Kastrationen nutzen konnte.

 

Puh, wenigstens die 50 Kastrationen haben wir so geschafft. Ob es uns in diesem Jahr gelingen wird am Jahres ende unser Ziel von mindestens 1000 Kastrationen zu erreichen? Ich bin da wirklich wenig zuversichtlich und ziemlich ratlos.

 

Aktuell haben wir mit diesen 50 Kastrationen in 2026 ganzen 368 Hündinnen die Kastration finanzieren können. 368 Hündinnen werden nicht mehr ungewollt tragend. Das sind pro Wurf ca. 6 Welpen, die nicht geboren werden - und das zweimal im Jahr.  In einem Jahr haben wir so durchschnittlich 4416 ungewollte Leben verhindert.  Liest sich vielleicht grausam, ist aber eigentlich ein Beitrag voller Herz für die Tiere.

 

Die Tiere, die schon da sind, bekommen durch jedes nicht geborene zusätzliche Tier eine realistischere Chance in eine Familie einziehen zu dürfen! Die Gehege werden weniger vollgestopft sein. Der Stresspegeln bei den Hunden in den Gehegen sinkt und die Lebensbedingungen werden besser.

 

All das freut mich. Mit traurigen und grausamen Bildern Geld zu erbetteln, Hunde zur Adoption anzubieten, das ist nicht das, was ich mir unter gutem Tierschutz vorstelle. Für mich ist Prävention und ein sauberes Tierheim mit Platz für die Tiere guter Tierschutz. 

 

Ein Tier aus einem dreckigen Loch herauszuholen gibt einem vielleicht ein gutes Gefühl, aber es verändert nichts für die große Masse an Tieren. Denn die Betreiber der schlechten Tierheime fühlen sich so noch bestärkt, die Unterbringung der Tiere nicht verbessern. Warum auch, wenn sie mit Leid mehr Profit machen? Und glaubt mir, viele der Tierheimbesitzer leben gut vom Leid der Tiere. 

 

DAS WOLLEN WIR NICHT.

 

Diese Art von Geschäftsmodell zu Lasten der Tiere muss ein Ende nehmen.

 

Große Tierliebe: die Tierärzte von Equiwent
Große Tierliebe: die Tierärzte von Equiwent

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