Tour de NRW

Am Samstag war es so weit. Unsere Tour de NRW war kurzfristig einberufen und mit diversen Stellen koordiniert worden.

 

Mindestens 3 Lade- bzw. Lieferstellen standen auf unserer Agenda und diese lagen räumlich doch ziemlich verteilt. Dennoch konnten sie so geplant werden, das sich eine Fahrt trotz der hohen Kraftstoffpreise lohnt.

 

Mein "Spendenmobil" hatte ich am Freitag vorbereitet. Alles, was ausgeliefert werden sollte war verstaut. Dazu so selbstverständliche Dinge wie Getränke und kleine Snacks für die lange Fahrt.

 

Weil schon abzusehen war, dass der Tag lang werden würde, kamen auch meine beiden Hunde Willi und Mo mit, auch für sie wurde entsprechend gesorgt. Sie machen jetzt eine Ausbildung zu Spendenlogistikern.

 

 

 

Wie sollte es auch anders sein, es regnete. Und das zeitweise mehr als heftig.

 

Bernd F. kam viertel vor 7 schon bei mir an und wir konnten rechtzeitig losfahren. In NRW hatten am Freitag die Schulferien begonnen daher hatten wir Sorge, dass auf den Autobahnen eventuell viel Verkehr sein würde.

 

Bernd F. sicherte sich erst mal den Fahrersitz...

 

 

.... Willi und Mo machten es sich in ihren Kuschelbettchen bequem...

 

 

...und ich hatte als Sekretärin auf dem Beifahrersitz pausenlos das Handy in der Hand, denn es galt immer wieder mit den einzelnen Stellen abzustimmen, wann wir dort erscheinen würden, Telefonate zu führen und diverse Nachrichten zu schreiben, die täglich kommen und beantwortet werden müssen.

 

Unser erster Stopp führte uns nach Hagen. Dort hatte der Tierschutzverein Hagen und Umgebung für uns Hunde- und Katzenfutter und weitere Sachspenden für die Tiere, die wir abholen durften.

 

Pünktlich kamen wir dort schon vor 9 Uhr an. Die Spenden standen für uns bereit und wir konnten diese sofort einladen. 

 

 

Nun seht ihr, warum wir keine Kartons für die Kleidung für die Kinder in Rumänien mitnehmen wollten, diese hätten zu viel Platz in Anspruch genommen. Die Vakuumbeutel konnten wir prima oben auf die neuen Spenden legen.

 

Gegen 10.30 Uhr waren wir mit dem Krafttraining fertig, jetzt kam erst mal ein weniger anstrengender Teil der Fahrt.

 

Und....es schüttete weiter.

 

 

Gute Kleidung war nicht angesagt sondern praktische und wasserfeste Arbeitskleidung.

 

Unser nächster Halt fand bei der Hilfsorganisation Equiwent statt, wo wir die Neuware an Kleidung und einige neue Taschen und Rucksäcke sowie Spielzeug für die Kinder in Rumänien abgaben.  Wir kamen um 11 Uhr am vereinbarten Übergabeort an.

 

Tiffany Hild hatte sich die Zeit genommen uns die Spenden auch am Samstag abzunehmen. Da wir Equiwent schon viele Jahre unterstützen und mit ihnen eng zusammenarbeiten, kennt man sich und es war schön, sich mal wieder persönlich zu sehen. 

 

 

Viel Zeit blieb trotzdem nach dem Ausladen der Spenden nicht, denn wir mussten ja weiter und Tiffany hatte bestimmt auch keine Langweile ;-)

 

Doch erst einmal nutze ich eine kurze Regenpause, um mit meinen Hunden einen kleinen Spaziergang zu machen. Diese mussten sich auch mal "auswringen" und die Beinchen vertreten. Ausserdem sollten die örtsansässigen Hunde doch wissen, dass Willi und Mo da waren! Die beiden hinterließen ihre Visitenkarten reichlich.

 

 

Weiter ging es, denn der dritte Stopp war nun der entspannende Teil des Tages. Wir fuhren zu Sandra E. und Claus B. um diese beiden lieben Helficusse endlich auch mal persönlich kennenzulernen. Sie wohnen quasi auf dem Weg zurück.

 

So ganz ursprünglich war einmal angedacht, dass die Kleidung bei Sandra und Claus abgeholt würde, doch das hat terminlich einfach nicht hingehauen. Immer war ein anderer verhindert oder es gab keine weitere "Fracht". Daher wurde die Kleidung, die Sandra in unserem Namen gekauft hatte, per Paket versendet.

 

Urplötzlich war es dann endlich doch so weit. Alles ganz kurzfristig und dank der Flexibilität aller Beteiligten konnten wir uns treffen.

 

Es gab ein "Mini-Helficus-Treffen" in Senden.

 

Sandra und Claus empfingen uns mit leckerem Apfelkuchen...

 

 

...einem wunderschön gedeckten Tisch...

 

 

..leckerem Kaffee, viel zu erzählen und ihren drei super süßen Hunden.

 

So viele Jahre kennen wir uns nun schon per Internet und nie hat es ein persönliches Treffen gegeben. Jetzt war endlich die Gelegenheit gekommen und wir hatten wir zu quatschen.

 

 

Der süße Whippet Pinsel machte die Runde beim Schosssitzen.Er bekommt anscheinend viel zu wenig Beachtung bei Sandra und Claus  :-)))

 

Die Zeit war natürlich wieder einmal viel zu kurz für alles, was wir hätten erzählen können. 

 

Als Rückfracht bekamen wir noch einen Rollator für die Menschen in der Ukraine. Hier habe ich leider versäumt ein Foto zu machen. Mea culpa.

 

Sandra war auch in Sachen Spendensammlung für die Tiere und für die Kleidung für die Kinder aktiv gewesen und konnte mir einen Umschlag mit einer tollen Spende überreichen.

 

Danke an die Spender und danke an Sandra!

 

 

 

 

Als wir die Spenden in Hagen eingeladen hatten, haben Bernd und ich schon überlegt, dass wir von dem Futter bereits einiges auf dem Rückweg in Dortmund bei Anja und Ilse, die Spenden für Maria Theofanopoulou in Patras sammeln, abgeben könnten. Auch das lag quasi auf dem Rückweg und es bot sich an, auch diesen 4. Stopp noch zu machen.

 

Kurzentschlossen haben wir auch diese Haltestelle noch mit eingeplant.

 

Da Anja und Ilse jedoch gerade in Urlaub waren, haben sie befreundete Tierschützer, nämlich Sandra und Sylvia von Tierschutz-Streuner aktiviert, die uns die Garage von Ilse öffneten damit wir dort gemeinsam das Futter für die Streuner in Patras ausladen konnten. Die beiden waren eigentlich mit Renovierungsarbeiten beschäftigt, die sie aber mal eben für die Annahme der Spenden unterbrochen haben. Wenn das mal kein Einsatz für die Tiere ist!

 

 

Es waren am Ende viele hunderte Kilogramm an Hundefutter und auch vor allem an Welpenfutter, das Anja und ihre Mutter Ilse in den nächsten Tagen schon wieder auf eine Palette packen und nach Patras versenden können.

 

Da wir gerade so einen Mangel an Katzenfutter haben, haben wir im Austausch einen Bananenkarton voll Katzenfutter und -leckerchen sowie einige Dosen Katzennassfutter bekommen.

 

 

 

So ist das klasse! Einer hilft dem anderen. 

 

Anja und Ilse habe ich diesmal nun wieder nicht persönlich getroffen, dafür aber Sandra und Sylvia kennengelernt, die uns ab sofort auch mit Spenden, die sie bekommen und nicht brauchen, unterstützen werden. Wir werden in Kontakt bleiben, denn bestimmt können wir auch das ein oder andere Mal helfen.

 

Tierschutz macht Spaß und besonders viel Sinn, wenn man miteinander und füreinander arbeitet und nicht gegeneinander. Ich bin immer wieder froh Menschen zu treffen, die die gleiche Philosophie haben wie Helficus.

 

Natürlich machten wir auch wieder ein Foto von uns.

 

Nein, falsch. Bernd machte das Foto und war so nicht mit drauf.

 

 

"Komm her, ich mache ein Foto von dir und den beiden!"

 

 

"Nein, jetzt will ich auch nicht mehr!"   :-)

 

 

Für uns stand noch der Rückweg nach Hause an. Vorher mussten wir noch einen Halt machen, damit meine kleinen Nachwuchs-Fernfahrer Dortmund mit ihren Visitenkarten beglückten und dann ging es ab auf die letzte Strecke - die nach Hause.

 

Wir kamen gegen 18.30 Uhr ziemlich erschöpft  bei mir an. Bernd hatte dann noch eine Heimfahrt von ca. 30 Minuten zu absolvieren.

 

Schnell habe ich entschlossen, dass die restlichen Spenden erst am Sonntag ausgeladen würden. Die alten Knochen müssen ja auch nicht unnötig überstrapaziert werden. Der Tag war so schon anstrengend genug gewesen.

 

Aber, es war trotz allem auch ein wirklich schöner Tag! Wir haben mit einer Tankfüllung und an einem Tag so viel geschafft. Zudem habe ich so nette Menschen persönlich kennengelernt. Persönlicher Kontakt ist so viel wert.

 

Überall wurde versprochen, dass man sich bald wieder trifft. Sehr gerne! 

 

Nun heißt es wieder Spenden sammeln, damit die nächste Tour hoffentlich wieder so erfolgreich gefahren werden kann.

 

 

Vielen, vielen lieben Dank an alle, die zu den tollen Spenden, die wir verteilen konnten, beigetragen haben.

 

Vielen, vielen Dank an alle, die so flexibel waren und Gewehr bei Fuß standen um uns zu empfangen.

 

Vielen, vielen Dank für die netten Kontakte und Gespräche. 

 

Mo: das Wetter war doof! Das nächste Mal bitte ohne Regen.
Mo: das Wetter war doof! Das nächste Mal bitte ohne Regen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Eva und Norbert St. (Dienstag, 31 März 2026 20:37)

    Einfach großartig, was Du, liebe Claudia, und die Helferlein geleistet habt. Danke für Deine ausführlichen Berichte von gestern und heute. Es ist so schön zu lesen, wie vielen Menschen und Tieren mit den Spenden geholfen wird. Und nebenbei werden neue Bekanntschaften geschlossen oder vertieft. Toll! Die Gemeinschaft wächst weiter...

  • #2

    Claudia (Donnerstag, 02 April 2026 08:30)

    Danke, Eva und Norbert!

    Ich meine, wir sind doch hier eine Gemeinschaft und eine Gemeinschaft soll auch immer mit dabei sein, wenn etwas in ihrem Namen passiert.

    So gut ich kann versuche ich euch alle immer virtuell mitzunehmen.

    Vielleicht macht das auch bei dem ein oder anderen, der noch nicht so aktiv war, Lust zu helfen.