Abholung für die Ukraine

Was passierte nun mit dem riesigen Berg an Spenden, den wir für Ärzte und Pflegepersonal bekommen hatten?

 

So schnell wie eben möglich sollte dieser dorthin, von wo aus bestimmt schon bald wieder der nächste Transport von Sachspenden in die Kriegsgebiete der Ukraine erfolgen wird: zu Evangelisch Christlich Baptistischen Gemeinde aus Düren.

 

Dort sammelt man fleißig alles, was vor Ort dringend gesucht wird und den Menschen bzw. den Ärzten und Pflegern fehlt.

 

So wurde die Gemeinde informiert, dass wieder eine große Menge an Spenden bei uns für sie bereitstand. Man konnte es kaum glauben, war man doch bereits zweimal bei uns gewesen und hatte Spenden abholen dürfen und nun schon wieder! 

 

Sofort wurde die Abholung für den Mittwoch Nachmittag zugesagt. Also, das klappt wie geschmiert, was auch gut war, denn der Platz in meinem Lager war mal wieder komplett zugestellt mit den großen Kartons.

 

Damit wir es beim Einladen in den Wagen der Gemeinde einfacher hatten, wurden die Spenden in meine Garage gestellt. Dabei halfen mir zum Glück mein Schwager Dirk und Christian D.

 

So sah das Ergebnis aus:

 

 

Nachdem ich den Maxi Cosi Kindersitz gereinigt und desinfiziert hatte und noch das ein oder andere Kleinteil zum Kartonstapel hinzugekommen war konnten die Herren kommen und die wunderbaren Spenden abholen.

 

Es waren wie berichtet Schutzbrillen, Schutzschilder für das Gesicht, Einwegoveralls, Einwegschürzen, Einwegkittel, Einweghandschuhe, Windeln für Erwachsene, Krankenunterlagen für die Betten, Desinfektionsmittel für die Hände und für Flächen, ein Rollator, ein Rollstuhl, ein Duschhocker, ein Blutdruck-Messgerät für den Oberarm, Zeitschaltuhren, eine Taschenlampe und der Maxi Cosi Kindersitz.

 

Alles, was wir wieder in der Zwischenzeit seit der letzten Abholung der Gemeinde zusammengesammelt hatten. Auch dank Eurer Pakete.

 

 

Pünktlich kamen die beiden Männer zur Spendenabholung und Christian D. hatte das große "Pech" wieder gerade bei mir zu sein und wurde sofort verdonnert bei der Beladung des großen Transporters der Gemeinde mitzuhelfen.

 

Wobei Christian immer bereitwillig hilft wenn Hilfe benötigt wird. Er hat mehr als gerne mitgeholfen. Danke Christian.

 

So konnte ich für Euch wieder ein paar Videoaufnahmen von der Spendenabholung machen. 

 

Wieder regnete es und es war mehr als praktisch, dass die Spenden trocken und schnell erreichbar in der Garage zwischengelagert waren.

 

 

 

Nach der Verladung standen ein Herr der Gemeinde und Christian D. noch bereitwillig zur Verfügung für ein Foto.

 

Viele fleißige Hände bedeuteten schnelles Ende und so waren die Kartons bald im Wagen verschwunden und die Herren konnten sich auf den Rückweg nach Düren machen. 

 

Dort werden in einer eigenen Werkstatt alle gebrauchten Spenden noch einmal auf ihre Funktion überprüft. Eine tolle und runde Sache.

 

Wir werden weiter sammeln, damit wir den Menschen, die nicht das Glück wie wir haben in Frieden zu leben, helfen können. Damit wir wenigstens das geben können, was vor Ort an Materialien so dringend gebraucht wird.

 

Das Leid der Menschen, das können wir ihnen leider nicht nehmen. Die Toten bringt keiner wieder. Die Ängste, die jeden Tag gelitten werden, die können wir kaum nachvollziehen. Der Mangel an vielen für uns selbstverständlichen Dingen, den können wir manchmal etwas lindern, nur schon indem nicht einfach etwas weggeworfen wird, was in der Ukraine so dringend benötigt wird.

 

Seien wir alle dankbar und glücklich, dass bei uns nicht täglich die Sirenen heulen, dass Drohnen und Bomben keine Zerstörung bringen. Wer weiß, wie lange das noch so sein wird. Wären wir an der Stelle der Ukraine, dann würden wir uns alle freuen, wenn wir Hilfe von anderswo bekämen. Unsere Vorfahren wissen noch, wie es nach dem zweiten Weltkrieg war, als es nichts gab und Hilfe aus dem Ausland kam.

 

Auch wenn die meisten von uns das zum Glück nicht erleben mussten, sollten wir nie vergessen, dass Frieden nicht selbstverständlich ist.

 

"Wenn Du mehr hast als Du brauchst, dann mache Deinen Tisch länger und nicht die Mauern höher!"

 

Danke an alle, die in diesem Sinne handeln.

 

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