Tierschutzsonntag

Was macht man denn so an einem Sonntag?

 

Lange schlafen.

 

Gemütlich mit der Familie frühstücken.

 

Vielleicht eine schöne Unternehmung.

 

Abends gut essen und sich ärgern, dass am nächsten Tag schon wieder Montag ist.

 

 

Also ganz so sieht ein Sonntag bei uns bei Helficus selten aus. 

 

Letzten Sonntag war ich zum Beispiel früh wach. Senile Bettflucht denke ich mal.

 

Das Frühstück fiel eher spartanisch aus, auch in Ermangelung an menschlichen Mitfrühstückern. 

 

Die schöne Unternehmung, die bestand darin, dass noch die Kartons mit dem Pflegebedarf in meinem Auto waren. Ich war am Vorabend einfach zu platt gewesen um die auch noch auszuladen. Damit begann also der aktive Teil des Tages: alles raus aus dem Wagen und rein in den Keller.

 

 

Einmal-Overalls, Einwegschürzen und Schutzbrillen befanden sich in den Kartons.

 

Genial!

 

Wert volles Material für alle Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder auch Arztpraxen. Zur Zeit helfen wir mit solchen Spenden der E.CH.B. Gemeinde in Düren, die diese in die Kriegsgebiete in der Urkraine bringt, damit sie Menschen dort versorgt werden können.

 

Nun waren die alten Knochen und Gelenke einmal eingegroovt und mir lagen einige Spenden noch auf dem Herzen, die unsortiert bei Inge in der Garage waren. 

 

Hey! Das ist doch eine schöne Unternehmung für einen Sonntag! Das muss alles in Ordnung gebracht werden. Dann mal los.

 

Ich kramte lustig vor mich hin. Das ist an sich auch am besten, wenn man es alleine oder zu wenigen Leuten macht, sonst gibt es nur Chaos und man steht sich gegenseitig im Wege.

 

Inge kam zwischendurch dazu und ich zeigte ihr, wo sich ab sofort was in ihrer Garage an Futter befindet. Immerhin gibt sie auch immer mal Futter raus und sollte daher wissen, was sich wo befindet. 

 

Gemeinsam überlegten wir, welches Futter für die nächste Fahrt nach Spanien für dort am besten geeignet wäre und welches auch von Platz und Gewicht transportierbar ist. 

 

Jetzt hatten wir beide einen guten Überblick und es war noch so viel Futter vorhanden, dass Inge den Kontakt mit Jannic Dreist aufnahm, dem Sohn von Claudia Dreist von Pro Dog Romania.

 

Jannic fährt regelmäßig zu seiner Mutter zu besuch und besitzt zudem einen großen Transporter. Und, ganz wichtig, er wohnt nicht weit von uns entfernt! 

 

All diese Umstände lassen sich doch prima für einen Spendentransport zu Pro Dog Romania nutzen. Am nächsten Wochenende wird sich seine Mutter über Besuch mit Spenden freuen dürfen.

 

Doch, bis Jannic kam war noch etwas Zeit und diese wurde genutzt, damit auch Silke Katzenfutter für die "Bauernhofkatzen" in Stolberg-Breinig abholen konnte.

 

 

Die Streunerkatzen, die am Bauernhof gefüttert werden, können sich über jede Menge Trockenfutter, Nassfutter mit Gelee oder Sauce, Leckerchen und nahrhafte Drinks freuen.

 

Freuen tat sich auch Silke, die wieder einmal mit voll geladenem Auto nach Hause fahren konnte.

 

 

Nachdem Silke das Katzenfutter bekommen hatte begann ich damit das, was Jannic an Spenden für Pro Dog Romania mitnehmen konnte zurecht zu stellen.

 

So ist die Beladung der Autos der Abholer schnelle möglich, jeder weiß, was er nehmen und einladen kann und es führt nicht zum Chaos.

 

 

Mittlerweile war es 16 Uhr und ich flitzte schnell zu mir nach Hause um meine Hunde zu füttern - die legen wert auf pünktliche und zeitige Fütterung.

 

Die beiden warteten schon wieder so lieb auf ihr Frauchen, die an diesem Sonntag so wenig Zeit für sie hatte. Später haben wir aber als Ausgleich noch einen schönen Spaziergang gemacht. Sonst ruft nachher noch einer den Tierschutz wegen schlechter Haltungsbedingungen.

 

Kaum waren die letzten Futterbröckchen in den Mäulern meiner Hunde verschwunden, da rief auch schon Inge an: "Kommst Du? Jannic ist da!"

 

 

Mit vereinten Kräften luden wir das Futter in den Transporter von Jannic.

 

Ich war froh endlich auch mal ein Foto von jungen Leuten in den Blog setzen zu können. Jannic und seine Freundin Kanja standen gerne als Models bereit.

 

Der Transporter war am Ende gut beladen. 

 

 

Schon bald wird das Futter durch die vereinseigenen Transporter in Rumänien landen. Diese Transporter bringen Hunde in die Pflegestellen, zu übernehmende Vereine oder in ihre neuen Familien und laden auf dem Rückweg die Wagen voll mit Futter und allem, was in den großen Tierheimen dort benötigt wird.

 

Es sind insgesamt 4 Tierheime, die von Pro Dog Romania unterstützt werden. Das in Baile Herculane ist sogar ein vereinseigenes Tierheim.

 

Nachdem Jannic und Kanja gefahren waren war der Tierschutzsonntag dann auch wirklich beendet. Jetzt waren meine kleinen ehemaligen Tierschutzhunde an der Reihe. Bei Inge war es ebenso. Da warten noch einige Näschen mehr darauf, dass Frauchen endlich Zeit für sie hat.

 

Ein rundum erfolgreicher Tag, den wir unseren lieben Spendern zu verdanken haben. Ihr seht, jedes Teil kommt an. Wir sammeln, sortieren und geben dorthin, wo es benötigt wird. Und ihr seid quasi immer mit dabei.

 

Wer bei Facebook angemeldet ist, der findet auf der Helficus Seite heute wieder ein kleines Video.  

 

Meine zwei: Mo (aus Rumänien) und Willi (aus Spanien)
Meine zwei: Mo (aus Rumänien) und Willi (aus Spanien)

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