Gestern habt ihr gesehen, wie Bernd F. und Vova nach Dortmund gefahren sind und dort eine ganze Wagenladung an Futter- und Sachspenden für die Streunerhunde in Patras/Griechenland abgeladen haben.
Nun war der Wagen leer. Das sollte aber doch möglichst nicht so bleiben denn die Strecke von ca. 150 km kostet einiges an Kraftstoff. So hatten wir im Vorfeld geplant und dank guter Zusammenarbeit konnten die beiden Männer nach Hagen zum dortigen Tierschutzverein fahren und Spenden abholen.
Vor einiger Zeit hatte man dort Pflegebedarf für uns angenommen und zwischengelagert. Diese wollten wir nun endlich aus dem Lager des TSV abholen damit wir sie weitergeben können. Spenden helfen nur, wenn sie dort ankommen, wo sie benötigt werden.
Der Weg von Dortmund nach Hagen war ein kurzer und so waren die beiden Männer gegen Mittag dort. Jetzt hieß es die Arbeit in andere Richtung wieder zu verrichten. Rein mit den Kartons in den Wagen.
Die Rampe am Gebäude, in dem sich das Lager befindet ist zwar super, wenn LKW mit Ware kommen, aber wenn man Autos beladen möchte, dann ist dies alleine nur schwer möglich, es sei denn, man rennt tausendmal die kleine Treppe hoch und runter. Leichte Sachen kann man von der Rampe runterheben aber alles andere ist schon schwierig.
Hier war Vovas Hilfe für Bernd besonders wichtig. Denn er hätte die Beladung des Wagens alleine nicht schaffen können. Danke Vova, dass Du uns so spontan geholfen hast!
In diesen Kartons befinden sich Schutzbrillen für medizinisches Personal, Einmal-Overalls, für den gesamten Körper und Schutzkittel.
Das sind wieder Spenden, die wir an die E.CH.B. Gemeinde geben werden, damit sie in der Kriegsgebieten in der Ukraine zum Einsatz kommen.
Ein wenig Platz war noch im Wagen und da Birgit G. von unserem großen Bedarf an Katzenfutter gehört hatte und zudem noch ein paar Spenden für Hunde, die im Tierheim nicht genutzt werden am Lager hatte, durften wir damit den Wagen auffüllen.
Besonders dass man uns vom Katzenfutter etwas abgegeben hat ist ganz toll. Denn auch der TSV Hagen hat viele eigene Futterstellen, die neben dem Tierheim sehr viel Futter brauchen um die Tiere satt zu bekommen. Man bittet schon selber immer wieder um Katzenfutterspenden, da dieses kaum in den Mengen nachkommt, wie es verfüttert wird.
Wenn man selbst in einer solchen Situation noch etwas abgibt, dann muss ich einfach sagen: Chapeau!
Wieder einmal zeigt sich, wie toll Tierschutz funktionieren kann, wenn man miteinander arbeitet. Wenn man sich gegenseitig hilft.
Ein hungriges Tier ist und bleibt ein hungriges Tier. Egal in welcher Stadt oder in welchem Land es lebt. Diesem Tier zu helfen, das ist doch der originäre Gedanke des Tierschutzes.
Ich bin sehr, sehr dankbar, dass wir ein paar gute befreundete Tierschützer haben, mit denen wir genau diesen Gedanken leben können.
Wieder voll beladen machten sich Bernd F. und Vova auf den Rückweg. Leider waren die Autobahnen noch immer sehr voll und es gab wieder Staus und Umleitungen.
Gegen 14.30 Uhr meldete aber das Navi: "Sie haben ihr Ziel erreicht."
Mit Inge stand ich schon bereit um die zusätzlichen Spenden auszuladen. Die medizinischen Spenden waren für meinen Keller eingeplant. Wir müssen unseren Platz gut aufteilen damit jederzeit alles griffbereit steht und nicht lange gesucht werden muss wenn Spenden abgeholt oder versendet werden.
Mit gemeinsamen Kräften wurde der Wagen entladen, danach ging es an die Arbeit die neuen Spenden soweit zu sortieren, dass Hundefutter und Katzenfutter getrennt waren.
Die Arme wurden lang und immer länger, aber, gerade wenn Katzenfutter kommt, dann stehen die Abholer schon regelrecht Schlange.
Wir könnten gerade palettenweise Katzenfutter gebrauchen. Von allen Seiten kommen die Nachfragen besonders nach Katzen-Nassfutter. Eine Situation, die wir schon seit gut einem Jahr haben. Es ist viel, viel mehr Bedarf da als wir ihn auch nur annähernd decken könnten.
Unsere wenigen Futterstellen bekommen das, was wir haben. Wir sind dankbar für jede Dose, die wir rausgeben können.
Ihr seht dann einfach nur wieder die gleichen Gesichter, die Futter abholen um die Streunerkatzen damit zu versorgen.
Sollte bei einem Verein Katzenfutter übrig sein, dann würden wir uns freuen, wenn wir es bekommen könnten um es dorthin zu geben, wo Streunerkatzen hungrig sind und täglich gefüttert werden.
In einem Lager macht Futter am Ende doch keinen Sinn. Da macht es kein Tier satt.
Liebe Hersteller, Händler oder auch Tierschutzvereine: wir brauchen Eure Unterstützung um helfen zu können!

Helficus
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