60 Kastrationen als Kastrapartner

Der Verein  Equiwent, der sich ursprünglich einmal als Pferdehilfe für die vielen Arbeitspferde in Nord-Ost Rumänien betätigt hat, hat im Laufe der Jahre seine Arbeit um die Hilfe für die ärmsten Familien der Gegend inklusive einer Suppenküche und jetzt neu ein Lepradorf sowie um die Hilfe für Hunde und Katzen ausgebaut.

 

Bei der Hilfe für die Hunde und Katzen handelt es sich um Hilfe bei Verletzungen sowie ein großes Kastrationsprogramm, das in seiner Art wohl einzigartig ist.

 

Die Tiere werden vor Ort, bei den Menschen in den Dörfern abgeholt, die weiblichen Tiere werden kastriert, entwurmt und entfloht und dann wieder an die Besitzer zurückgegeben.

 

Auch Straßenhündinnen werden eingefangen, kastriert und gegen Parasiten behandelt und dann wieder an ihrem angestammten Platz freigelassen. So wird der größtmögliche Erfolg mit den wenigen Mitteln, die Spender für Kastrationen geben, erreicht.

 

Um das Kastrationsprojekt zu finanzieren hat man sogenannte Kastrapartner gesucht. Auch haben sich ein paar Vereine der Philosophie von Equiwent angeschlossen und setzen diese Kastrationen, die wirklich einen Erfolg bringen, um 

 

Wir von Helficus sind einer der "Kastrapartner". Wir haben unsere größtmögliche Hilfe jeden Monat zugesagt, damit sich in diesem Teil Rumäniens endlich das Leid verringert und die Zahl der Tierheimtiere einmal kleiner wird. Denn, dass die riesigen Tierheime kein wirklich lebenswerter Ort für die Tiere sind, darüber brauchen wir wohl alle nicht zu diskutieren.

 

Unser Spendenflohmarkt für Helficus (Link einfach anklicken)  der bei Facebook unter diesem Namen zu finden ist, ist eine große Finanzquelle für uns. Hier verkaufen wir gespendete Waren und geben das Geld zu 100 % für Kastrationen aus. Jeder kann wunderbare neue oder auch neuwertige Waren kaufen und hilft dadurch mit das Tierelend zu verringern.

 

Diesen Monat konnten wir dank unseres Spendenflohmarkts und dank einiger Spender wieder 60 Kastrationen über Equiwent finanzieren.

 

Demnächst werden wir noch mehr Geld für eine Kastration aufbringen müssen, denn der Preis steigt auf 30,-- € an.

 

Gemessen an dem Elend, das durch den Eingriff verhindert wird, gemessen an den Kosten, die die Unterbringung eines jeden Hundes mit sich bringt, ist das noch immer ein minimaler Betrag. Doch leider finden sich kaum Spender für Kastrationen.

 

Zu nett sind die kleinen Welpen anzuschauen. Und sie vermitteln sich ja oft auch gut in den Westen.

 

Aber, viele der Tiere überleben ihre ersten Monate gar nicht, Welpen sterben wie die Fliegen in den riesigen Tierheimen. Das erfährt man aber nur zu selten.

 

Zudem gibt es viel zu viele Welpen für zu wenig Familien, die einen aufnehmen möchten. Die anderen Tiere werden ohne jeden Kontakt zu Menschen in den Tierheimen groß, werden ängstlich und scheu und erhöhen die Zahl der Hunde, die tagaus tagein in den kleinen Gehegen leben, immer in der Hoffnung unter den tausenden anderen Hunden gesehen zu werden und ein Ticket in eine Familie zu bekommen.

 

Doch, je ängstlicher ein Hund ist, umso schwieriger wird seine Vermittlung. Wie viele von ihnen verbringen dadurch ihr gesamtes Leben hinter Gittern. Unschuldig. Von den erwachsenen Hunden gibt es auch so viele, dass der einzelne kaum noch auffällt. Entspricht er dann nicht dem absoluten Beuteschema der Adoptanten - das ist am besten jung, klein, helle Fellfarbe und wuschelig, dann fallen die Hunde kaum mehr auf. 

 

Nur wenige Vereine nehmen diese Hunde auf und arbeiten mit ihnen. Schaffen ihnen die Möglichkeit gesehen zu werden. Dies ist teuer und zeitaufwändig. Da ist es doch einfacher eine Anzahl kleiner Welpen zu holen und diese zu vermitteln. Aber, ist das im Sinne der Tierschutzes? Ist das das, was man erreichen will? Ist es nicht gerade unsere Aufgabe denen, die schon da sind, die kaum eine Chance haben diesen Strohhalm zu bieten?

 

Daher ist es unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass weniger Welpen nachkommen. Dass die Tiere, die schon geboren sind eine größere Chance bekommen und dass die Tierheime nicht jährlich immer größer werden und der Platz für jedes einzelne Tier immer geringer.

 

Die Anzahl der Tierheimtiere MUSS in allen Ländern heruntergehen. Wir in Deutschland können nur Tiere aus dem Ausland aufnehmen, weil sich bei uns der Tierschutzgedanke schon lange etabliert hat. Weil bei uns nur selten Hündinnen ungewollt tragend werden.

 

Anders ist es bei den Katzen, wo auch bei uns die Verantwortung für das eigene Tier noch immer viel zu lasch genommen wird und sich so die Anzahl der Streunertiere explosionsartig erhöht. Tiere, die wieder durch den Tierschutz versorgt werden müssen. Tiere, die oft an Krankheiten leiden und Kitten, die quaslvoll irgendwo ungesehen sterben müssen. Nur weil die Freigängertiere nicht kastriert werden. Auch jeder Freigängerkater kann draußen eine Streunerkatze decken! Daher müssen auch Kater, die Freigang haben, kastriert werden.

 

Ein kleiner Eingriff, der so viel bringt. Ein Eingriff, der Leben rettet. Ein Eingriff, der Chancen möglich macht. Ein Eingriff, der viel weniger kostet als am Ende chancenlose, ungewollte Tiere unter unwürdigen Umständen leben zu lassen.

 

Bitte unterstützt Kastrationen durch Geldspenden und bitte nehmt ein Tierschutztier bei euch auf, wenn ihr über ein neues fellnasiges Familienmitglied nachdenkt. So viele wunderbare Seelen warten vielleicht genau auf euch!

 

Mein verstorbener Hermann. Auch er war ein ungesehener und fast chancenloser Hund.
Mein verstorbener Hermann. Auch er war ein ungesehener und fast chancenloser Hund.

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