Klein und allein

Ein kleines Hundekind sitzt plötzlich ganz alleine auf einem der großen Felder in Andalusien in Süd-Spanien. Dort wo riesige Flächen mit Obst- und Gemüse bebaut werden. Wo Kunststoffplanen über den Boden gespannt werden damit die angebauten Pflanzen schneller gedeihen. Dort, wo Menschen für kleines Geld jeden Tag arbeiten, damit unsere Supermarktregale immer frisch gefüllt werden können.

 

Da sitzt plötzlich irgendwo im Nirgendwo ein kleines Hundekind. Ganz nah bei den Kisten, die die Arbeiter und Arbeiterinnen für ihre Ernte brauchen. Ganz verschüchtert, allein gelassen, keine Hundemama oder Geschwister in der Nähe. Große Augen blicken die Feldarbeiter an und sprechen von der Angst des plötzlichen Alleinseins.

 

 

Eva, die Nachbarin von Inge und Peter, arbeitet jeden Tag für einen geringen Lohn auf diesen Feldern. Und sie hat das kleine Hundekind gesehen. Sofort hat sie für uns ein Foto gemacht.

 

Wo stammt das Hundekind her? Wie ist es hierhin gekommen? 

 

Fragen, die keiner beantworten kann.

 

Was soll man tun? 

 

Das Zwergilein seinem Schicksal überlassen? Hoffen, dass schon irgendjemand kommt und es mitnimmt?

 

Diese Frage können wir beantworten. "Mitnehmen und nicht alleine an der Landstraße, an der sich das Feld befindet, zurücklassen." Die Nächte sind gerade eisig kalt selbst in Süd-Spanien und der Verkehr für ein solch kleines Hundchen lebensgefährlich.

 

Inge hat mich sofort angerufen und wir haben zusammen entscheiden, dass wir für den Welpen eine Lösung finden werden.

 

So hat Eva die Kleine - ja, es ist ein Mädchen - mitgenommen und Inge hat ihr einen provisorischen Platz bei sich geschaffen. Klar, muss der Zwerg erst einmal untersucht werden, braucht eine Entwurmung und muss beizeiten geimpft werden. Das alles ist zum Schutz anderer Hunde und der Kleinen unbedingt nötig.

 

 

Bei Inge kann die Kleine aber nicht bleiben, denn es geht schon wieder zurück nach Deutschland. 

 

Gut, wenn man einige gute Bekannte in der Umgebung hat. Und so hat sich Rebekka, die im letzten Jahr schon die Katzenbabies, die an einem Müllcontainer gefunden wurden, aufgenommen hatte zugesagt, dass die Kleine bei ihr für die Zeit bis eine Familie gefunden wurde, bleiben darf. 

 

Puh, was für eine Hilfe denn die Kleine in ein Tierheim zu bringen, das wäre für alle keine gute Lösung gewesen. Gerade für Welpen sind die Tierheime ein Ort, an dem sie schnell krank werden können durch die vielen anderen Tiere und die stete Gefahr der Ansteckung mit irgendwelchen Krankheiten. Noch ist der Zwerg ja nicht geimpft und hat daher keinerlei Schutz.

 

Bei Inge gab es aber zuerst einmal eine ordentliche Portion Welpenfutter. 

 

 

Und Inge hat der Kleinen auch sofort ein Pullöverchen angezogen, denn sie sollte ja nicht frieren. 

 

 

Nun schauten die großen Äuglein also bei Inge im Haus in eine unbekannte Welt. Doch, das war allemal besser als alleine und verlassen irgendwo in der Kälte auf einem Feld zu sitzen.

 

Da Inge ohnehin gerade mit einem ihrer Hunde zum Tierarzt musste, wurde die Kleine mit eingepackt und dem "Onkel Doktor" vorgestellt.

 

Sie wird wohl ca. 2 Monate alt sein....  Vermutlich wird einmal ein Schäferhund oder ähnliches aus ihr werden. So genau kann man es nicht sagen.

 

Sofort gab es eine Wurmkur, damit ungebetene Gäste eliminiert wurden. Flöhe und Zecken wurden keine gefunden. 

 

Es ist stark davon auszugehen, dass das kleine Hundekind bewusst auf dem Feld ausgesetzt wurde. Bestimmt hat sie bisher mit ihrer Mama und eventuellen Geschwistern in einer Familie gelebt. Nach einem Straßenhund sieht die Kleine nicht aus. Es wäre auch unwahrscheinlich, dass ein so junger Welpe sich von seiner Mutter entfernen und weglaufen würde.

 

Inge nahm die Kleine wieder mit zu sich aber am nächsten Tag durfte sie zu Rebekka umziehen.

 

 

Im Stall wurde für die Kleine ein weiches Bettchen aus Stroh gebaut und Inge hatte ihr eine Hundebox als kleinen Hüttenersatz mitgegeben. Und das Pullöverchen, das trägt sie natürlich weiterhin.

 

Jetzt sieht man erst einmal, wie klein dieses Hundemädchen wirklich noch ist. Auf den ersten Fotos hatte ich sie doch größer eingeschätzt.

 

Alleine wäre sie nie durchgekommen. Aber, dank aufmerksamer und hilfsbereiter Menschen hat sich das Blatt gewendet.

 

Die Kleine bekam den Namen Lala. Aus einem Niemandshund wurde Lala.

 

Rebekka wird regelmäßig wegen ihrer eigenen Tiere vom Tierarzt besucht und der wird dafür sorgen, dass Lala gesund aufwächst.

 

Neben der Übernahme der Kosten für die Wurmkur habe ich zugesagt, dass wir auch die drei Impfungen, die ein Hundekind braucht, finanzieren werden. Für einen gesunden Start in ein neues Leben.

 

Inge hat für die Wurmkur und die drei Impfungen (die noch stattfinden werden) dem Tierarzt 65,-- € bezahlt. Ein wirklich kleine Betrag, der Lala ein gesundes Leben sichern wird.

 

Nun muss der Zwerg erst einmal separiert leben. Als Schutz für sich. Doch dann kann sie bald schon in eine Familie ziehen, die sich hoffentlich schnell finden wird.

Wer kann bei so einem Fellnäschen schon widerstehen?

 

Rebekka wird sich so lange um Lala kümmern. 

 

Inge hatte noch Welpenfutter bei sich, das sie Rebekka für Lala gegeben hat. Manchmal ist es doch gut, eine kleine "Helficus-Aussenstelle" in Spanien zu haben.

 

 

 

Nun kommt meine Frage an euch: Lala ist ein "Niemandshund". Somit wären die Kosten für den Tierarzt eigentlich klassisch für unsere Notfallkasse. Aus dieser könnte ich Inge, die das Geld vorgestreckt hat, dieses zurückgeben.

 

Seid ihr damit einverstanden? 

 

Die Rechnung vom Tierarzt liegt mir vor. 

 

 

Bitte schreibt in die Kommentare, ob ihr mit der Zahlung aus der Notfallkasse einverstanden seid. 

 

Es ist ein wirklich kleiner Betrag, doch er hilft einem Hundekind gesund groß zu werden. Drücken wir alle die Daumen, dass sie nicht vorher schon irgendwelche Infektionen aufgegabelt hat. 

 

 

So wie wir Informationen und Bilder von Rebekka bekommen werde ich natürlich weiter von Lala berichten.

 

 

Ich bedanke mich bei Eva, Inge und Rebekka für die spontane Hilfe für Lala.

 

Bitte recht freundlich!
Bitte recht freundlich!

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Kommentare: 7
  • #1

    Sandra edelkamp (Montag, 16 Februar 2026 10:07)

    Eine Stimme für die notfallkasse!

  • #2

    Rosa Vonohm (Montag, 16 Februar 2026 10:38)

    Natürlich Notfallkasse für das süße Mädel <3

  • #3

    Sylvie Russ (Montag, 16 Februar 2026 11:43)

    Na klar �

  • #4

    Birgit K. (Montag, 16 Februar 2026 12:23)

    Aber ja natürlich!

  • #5

    Dörte W. (Montag, 16 Februar 2026 16:03)

    Ja, Notfallkasse.

  • #6

    gnagnie WHForum (Mittwoch, 18 Februar 2026 01:30)

    Notfallkasse

  • #7

    Ute S. (Mittwoch, 18 Februar 2026 18:12)

    Auf jeden Fall Notfallkasse