Wir haben unsere Unterstützung zugesagt - und wir halten uns an unser Wort.
Neben dem Bau/Ausbau von Tierstationen zählen die Kastrationen zu den wichtigsten Maßnahmen im Tierschutz - für uns und für einige wenige Vereine.
Vor Ort, in den Ländern in denen die Tiere leiden, da muss sich etwas ändern. Ansonsten werden nur die Symptome bekämpft aber die Ursache bleibe unbehandelt.
Viel zu wenig wird vorsorglich kastriert, viel zu viele Tiere werden jedes Jahr ungewollt geboren und die oft armseligen Tierheime platzen immer mehr aus allen Nähten. Durch die immer steigende Anzahl von Tieren in den Tierheimen wird die Versorgung dieser Tiere immer schwieriger und kostspieliger und so frisst alleine die Grundversorgung riesige Mengen an Geld und verändern wird sich nichts.
Es gilt die vorhandenen Tiere besser unterzubringen und ihnen eine besser Versorgung durch Futter, Wasser und Medizin zu ermöglichen sowie neue Familien für sie zu finden. Das ist gar keine Frage. Gleichzeitig MUSS aber etwas gegen die stetig steigenden Zahlen von Tieren getan werden.
Viele Vereine vermitteln Tiere. Sie haben mit den Partner-Sheltern eine große Aufgabe übernommen, denn sie sind mit verantwortlich für die Tiere. Das frisst große Energie und das frisst jede Menge Geld.
Wir von Helficus, wir sehen und als zusätzliche Unterstützung von Vereinen. Mit unseren Sachspenden können wir dank unserer Spender dieser Hilfe bei der Versorgung bieten. Aber, unsere Geldspenden, unsere Einnahmen aus Flohmärkten etc., die sollen ganz gezielt langfristige Veränderung schaffen.
So geben wir das Geld, das uns zur freien Verfügung steht für Verbesserungen in den Tierheimen aus. Damit die Tiere endlich würdige Lebensbedingungen bekommen und nicht zusammengepfercht im Dreck dahinvegetieren.
Von Beginn von Helficus an haben wir ebenfalls unser Hauptaugenmerk auf die Kastrationen gesetzt. Weniger ungewollte Tiere schaffen mehr Lebensqualität für die, die da sind. Und die Chance auf ein zu hause steigt mit der sinkenden Anzahl der Tiere.
Nun sind aber Kastrationen nicht gleich Kastrationen. Auch wir Tierschützer mussten lernen, dass zwar jede Kastration irgendwie hilft, aber die große veränderung entsteht nur dadurch, dass besonders die Hündinnen kastriert werden, die jährlich Nachwuchs gebären. Tiere, die unbewacht von Menschen leben. Auf dem Land, auf den Straßen oder bei Besitzern, die sie sich selbst überlassen.
Eine Philosophie, die leider noch viel zu wenig umgesetzt wird. Es wird noch viel zu viel die Tiere kastriert, deren Kastration keine wirklich Veränderung beibringen.
Muss man nicht aber von alt eingelaufenen Wegen auch mal abbiegen? Dazulernen? etwas verändern? Wir sind dem positiv aufgeschlossen und wir machen mit.
So sind wir einer der wichtigen "Kasatra-Partner" von Equiwent. Diese führen die Kastrationen durch. Die Kastrationen von genau den Hündinnen, die den Nachwuchs gebären. Doch alleine kann der Verein die Möglichkeiten nicht finanzieren. Da helfen wir uns andere Vereine mit finanzieller Unterstützung. Andere Tierschutzvereine sind bei den "Kastra-Partnern", die diese zielgerichteten Kastrationen in ihrer Umgebung in Rumänien durchführen.
Ich bin der Meinung, dass es umso mehr Sinn macht, wenn man wirklich einmal mit großer Schlagkraft ganze Regionen "abarbeitet". Damit dort nicht nach ein paar Monaten wieder viele neue Tiere geboren werden, die wieder selber kastriert werden müssen.
Als Markus Raabe von Equiwent seine Kastra-Partner gefragt hat, wer bei dieser Umsetzung helfen kann und wird, da habe ich sofort unsere Unterstützung zugesagt. Wir selber können es nicht leisten vor Ort zu sein und dort tätig zu werden. Müssen wir ja auch nicht, wenn es gute Möglichkeiten gibt sich an Projekte zu hängen und diese eben zu unterstützen.
Dank unseres Spendenflohmarkts und dank unserer Spender, die für Kastrationen spenden und in diesem Monat dank der Unterstützung des "Trödelrudel für Notfe(ä)lle" einem weiteren Flohmarktverkauf bei Facebook, die uns im Januar als Begünstigten für Verkäufe eingesetzt haben, konnte ich heute in unserem Namen das Geld für ganze 91 Kastrationen an Equiwent senden!
Danke an alle, die diese vielen Kastrationen möglich gemacht haben! Bevor die Weibchen wieder läufig werden können 91 von ihnen dank der Tierärzte in Nord-Ost Rumänien kastriert werden und werden keinen Nachwuchs gebären.
Diese Summe ist so großartig! Ich bin mega stolz, dass wir so viel gemeinsam geschafft haben. Dass wir eine solche Veränderung für die Tiere möglich machen können.
Diese Summe ist wie gesagt aus vielen kleinen Käufen oder Spenden entstanden. Jeder, der spendet, jeder der in den Flohmärkten zu unseren Gunsten kauft, jeder, der Ware für die Flohmärkte zur Verfügung stellt ist ein wichtiger Teil dieser Zahl.
Ohne die tollen Waren, die wir anbieten können, ohne die Menschen, die einkaufen und in einem spenden möchten wäre all das nicht möglich.
Und natürlich nicht ohne Evi und ihre Unterstützung im Spendenflohmarkt durch jeden, der dort selber seine Artikel anbietet.
Danke, dass wir im Januar beim "Trödelrudel für Notfe(ä)lle) als Begünstigter dabeisein konnten! Von Euch sind ganze 365,-- € gekommen.
Miteinander macht man so viel möglich. Jeder trägt seinen Teil bei und am Ende ist das Ergebnis unserer Gruppe ein wirklich imposantes.
Lasst uns weiterhin alles dafür tun, dass sich endlich etwas verändert.
Übrigens: Equiwent wird in diesem Jahr ein eigenes Open-Shelter bauen! Dort will man Tiere, die auf den Straßen gefunden werden ein gutes und sicheres Leben ermöglichen. Ein riesiges Grundstück wurde bereits gefunden. Noch ist es aber in Rumänien eiskalt, die Böden sind gefroren und man kann mit dem Bau nicht beginnen. Jetzt werden aber bereits Spenden für den Bau dieses Lebensraums für die Tiere gesammelt. Das Ziel ist sicherer Lebensraum. Man wird auch weiterhin selber keine Vermittlung von Hunden oder Katzen vornehmen.
Nachdem wir damals dem Refugio Esperanza in Spanien das große Erweiterungsgrundstück ermöglicht haben, werden wir auch hier nach allen uns gegebenen Kräften helfen, damit ein richtig gutes, modernes und lebenswertes Shelter für die Tiere entsteht.
Seid ihr alle auch hier dabei?

Helficus
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