Kurz und knapp, so könnte ein Gespräch mit Tierschützern ablaufen.
Nirgendwo nutzt Futter so viel wie dort, wo Tiere jeden Tag Hunger haben und versorgt werden müssen. In keinem Lager der Welt macht es mehr Sinn als in einem Futternapf.
Weil gerade das Katzenfutter zur Zeit immer knapp ist und so viele Tiere jetzt im Winter besonders viel Energie brauchen, wurde die erste Menge sofort an Silke von der Futterstelle für Streunerkatzen in Stolberg-Breinig ausgegeben.
Silke füttert gemeinsam mit anderen Frauen Katzen, die sich rund um einen Bauernhof angesiedelt haben. Es sind nicht alles klassische Streunerkatzen sondern auch einige Katzen, die wohl mal einen Besitzer hatten. Manche der Tiere sind an Menschen gewohnt und nicht scheu. Die Umgebung von Bauernhöfen werden gerne genutzt um seinen nicht mehr gewollten Stubentiger auszusetzen. "Da haben sie es bestimmt gut." Versorgt werden die Tiere dort aber nicht, auch wenn das viele Menschen meinen. Ja, die Tiere können sich in den Ställen und Heuschobern aufhalten, aber eine Versorgung durch die Bauern findet eher nicht statt. Diese sind zwar froh, wenn ihnen Nagetiere weggefangen werden und akzeptieten die Katzen daher stillschweigend.
Dank der Unterstützung der Katzenhilfe Aachen konnte der größte Teil der Katzen eingefangen und kastriert werden. 40 Kastrationen hat die Katzenhilfe finanziert! Das ist eine wichtige Hilfe damit sich die Tiere nicht unkontrolliert weiter vermehren. Nun sind es wohl nur noch wenige Katzen, die nicht kastriert sind und auch diese sollen noch eingefangen werden. Einfacher gesagt als getan...
Rund um den Bauernhof ist gerade eine große Baustelle denn es wir eine neue Halle gebaut. Das bringt für die Tiere eine große Unruhe und sie zeigen sich eigentlich nur abends, wenn sie wissen, dass ihr Futter gebracht wird. Wenn sie überhaupt aus ihren verstecken herauskommen. Möglicherweise muss die Futterstelle auf Dauer verlegt werden.
Silke war glücklich, als sie erfuhr, dass wir ihr wieder mit Futter helfen konnten und kam sofort angefahren. Ich hatte eine Menge an Futter bereitgestellt.
Dank der großen Spendenabholung, die ich euch gestern zeigen konnte und dank Claudia B. und ihre regelmäßige Hilfe mit Katzenfutter konnten wir einiges zur Unterstützung der Arbeit von Silke und ihren Mitstreiterinnen herausgeben.
Es gab in den braunen Kartons Trockenfutter für erwachsenen Katzen (insgesamt 60 kg), 4 Kartons Purina One Kittenfutter, 84 große Dosen zu je 800 g Katzen-Nassfutter, 108 kleine Dosen mit Katzen-Nassfutter, 6 kg Katzen-Leckerchen von Felix und 6 weitere 6 kg Trockenfutter für erwachsene Katzen.
Sobald das Futter aufgebraucht ist kann sich Silke wieder melden, dann bekommet sie einen Nachschlag. Aber, für sie ist der Platz das Futter bei sich zu lagern auch begrenzt.
Gemeinsam haben wir die Schätze in ihr Auto geladen.
Glücklich über das viele Futter fuhr Silke sofort zur Futterstelle und füllte dort die großen Näpfe für die Katzen.
Da das Kittenfutter mehr Nährstoffe enthält und nahrhafter ist, was gerade jetzt im Winter für die Tiere besonders gut ist, bekamen sie auch davon.
Die Leckerchen wurden unter das Trockenfutter gemischt, denn sie sind so gesehen auch "nur Futter". Die Tiere finden alles vor, was das Herz begehrt.
Vielen lieben Dank an unsere lieben Spender, die diese Versorgung der Tiere hier bei uns vor der Haustüre ermöglicht haben. Denn ein Streunerkatzenproblem, das haben nicht nur andere Länder, das haben wir selber auch. Da die Tiere aber selten tagsüber zu sehen sind ist dieses Problem den wenigsten Menschen bekannt. Und auch das Problem, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren und die Kitten vielfach sehr krank sind und qualvoll versterben. Dagegen gibt es nur ein Mittel: Kastrationen! Aus Liebe zu den Tieren.
Helficus
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