On the road again

Letzte Woche hieß es wieder: Tierschutz statt Fitness-Studio. Spenden schleppen statt Hanteln heben.

 

Es wurde mir einiges an  Futter angekündigt, das wir in Hagen abholen durften. Damit ich nun nicht mehrfach mit meinem großen Wagen fahren musste hat sich mein Schwager Dirk bereiterklärt für die Notfellnasen einen Tag zu spenden und mit mir zu fahren - mitsamt dem Pferdeanhänger für die Futterspenden. Das spart nicht nur Zeit sondern ist auch für die Umwelt sinnvoller denn mindestens eine Fahrt wurde so gespart, eher zwei.

 

 

Als wir uns gemeinsam morgens aufmachten war es kalt und es hatte auch ein wenig geschneit. Ich habe den Anblick genossen, mich aber vorsichtshalber mal schön warm angezogen. Eine Erkältung kann ich mir gerade zeitlich nun so gar nicht leisten.

 

 

Im Vichter Dorfladen kaufte ich noch schnell Wegzehrung für uns und schon ging es auf die Fahrt. Gut 150 km eine Strecke lagen vor uns.

 

Zum Glück kamen wir gut durch, waren von vielen Staus auf den Autobahnen nicht betroffen und der Verkehr war nicht allzu stark. Gerade auf diesen Strecken ist das nicht der Normalfall. Anscheinend war der liebe Gott aber einsichtig und unterstützte unsere Tour mit seinen Mitteln.

 

Am Ziel angekommen standen schon viele Paletten mit Futter für uns bereit. Mein Herz jubelte. So viel Futter für Hunde und  *Tusch* auch für Katzen! Endlich konnten wir auch den Futterstellen für Streunerkatzen wieder mit Futter aushelfen.

 

Gemeinsam wurde gehoben und eingeladen und wieder einmal war ich mehr als glücklich einen starken Mann an meiner Seite zu haben. Manche Kartons waren wirklich mehr als schwer und ich hätte sie niemals alleine heben können.

 

Nach 1,5 Stunden waren wir fertig. Alles, was wir an Spenden abholen durften, war im Anhänger und im Wagen verladen.

 

 

Der Anhänger war vom Beladungsgewicht her ausgereizt, ich denke, es waren locker 2 Tonnen, die wir in ihn gepackt hatte.

 

 

Und auch im Wagen selber war noch Futter untergebracht.

 

So anstrengend eine solche Fahrt auch sein mag, sie ist ein Segen. Wir können dank dieser Spenden an vielen Stellen helfen damit Tiere satt werden. 

 

Ob da vielleicht ein MHD gerade abgelaufen ist - wen interessiert das bitte? Das Futter ist in bester Ordnung und es wäre geradezu ein Verbrechen es zu vernichten. Wo doch jeden Tag an anderen Stellen Tiere verhungern weil sie kein Futter haben. Oder sie magern bis auf die Knochen ab und erfrieren, weil der Körper gerade im eisigen Winter der Kälte nichts entgegenzusetzen hat.

 

Als Anhänger und Wagen voll waren und alle Spenden für uns verladen, machten wir uns auf den Weg zurück nach Stolberg.

 

Hier hatte ich bereits am Vortag in der Garage von Inge Platz geschaffen, damit wir all die Schätze dort unterbringen konnten. Inge braucht selber immer Platz dort für ihre eigenen Sachen und eigentlich ja auch für ein Auto.

 

Dieser Platz war am Nachmittag aber komplett von Futter belegt. Ein schönes Gefühl! Beide Lagerplätze sind kurzfristig voll. Bei mir hatte ich - ich habe berichtet - unter anderem die große Spende an Hygiene- und Pflegematerial untergebracht.

 

In der Garage wurde das Futter schon einmal soweit wie möglich vorsortiert, so daß Futter für Katzen und Futter für Hunde räumlich getrennt war.

 

Die vielen Kartons, in denen sich gemischte Spenden befinden, das ist ein Gemisch aus Spezialfutter, Trockenfutter und Leckerchen, müssen jetzt von mir weiter runtersortiert werden. 

 

Wenn Inge und Peter aus Spanien zurückkommen sollen sie nicht von einem Chaos empfangen werden und zudem kann ich bis dahin schon wieder einzelne Spenden an die entsprechenden Stellen weitergeben, die teilweise schon darauf hoffen.

 

Als wir mit dem Ausladen fertig waren hatten Dirk und ich unsere Arme bis in die Kniekehlen hängen. Aber wir waren glücklich über das, was wir geschafft hatten und was wir an Unterstützung bekommen haben.

 

Nein, solche Spenden sind nicht selbstverständlich und ich bin mehr als dankbar, dass uns diese zugekommen ist. Das bedeutet, dass man uns vertraut und dass man unsere Arbeit würdigt.

 

 

 

 

Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an den Spender für diese großartige Hilfe. Vielen lieben Dank an Dirk, der wieder einmal bereit war mir zu helfen und seine Zeit und Kraft dafür zu opfern. Eine solche Schlepperei ist nichts, um das man sich wirklich reißt und es ist immer schwierig Hilfe dafür zu finden.

 

Meine beiden Hunde warteten schon sehnsüchtig auf ihr Futter! "Frauchen, wo bist du denn? Es ist Essenszeit für uns, hopp, mach unsere Näpfe voll." Als diese gefüttert waren standen die normalen Arbeiten an, die jeden von uns zu erledigen hat und abends war ich froh als ich mitsamt meiner fellohrigen Schätze auf der Couch den Tag ausklingen lassen konnte.

 

DANKE!!!! Danke für diesen so wertvollen, positiven Tag!

 

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