Es war ruhig in unserem Spendenflohmarkt. Dabei setzt Evi jeden Tag dort so wunderbare Artikel, neu und gebraucht aber neuwertig, ein.
Was ist los? Wart ihr alle in Urlaub und habt dort geshoppt und euer Geld ausgegeben?
Bei uns kauft ihr die tollsten Sachen und helft gleichzeitig im Tierschutz, denn die Einnahmen fließen zu 100 % in unsere Projekte - bevorzugt in die Kastrationen, damit das Leid der Tiere irgendwann aufhört.
Nun, wir haben im August nicht einmal die 40 Kastrationen mit dem Spendenflohmarkt erreicht. Zum Glück gibt es immer wieder einmal liebe Menschen, die einen Dauerauftrag einrichten oder uns zwischendurch mit Spenden für die Kasse von Helficus bedenken. Vielen lieben Dank an euch!
So konnten wir zumindest 44 Kastrationen durch Equiwent in Rumänien finanzieren.
Weil immer wieder nachgefragt wird warum wir besonders Equiwent bei den Kastrationen unterstützen hier noch einmal die Erklärung:
Equiwent ist in Nord-Ost Rumänien tätig. Es gibt mehrere Tierarztpraxen und mobile Tierärzte, die die Landbevölkerung aufsuchen, dort die Menschen aufklären warum ihre Hündinnen kastriert werden sollten, diese dann bei Einwilligung mitnehmen, untersuchen, kastrieren, gegen Parasiten behandeln und dann wieder zurück zu ihren Besitzern bringen.
Dies ist die wirklich richtige Möglichkeit um dem steten Welpennachschub in den Tierheimen entgegenzuwirken. Alle Kastrationsaktionen in den Städten sind nur wenig effektiv. Die Menschen, die dorthin kommen, das sind nicht die Menschen, deren Hunde und Katzen sich unkontrolliert vermehren. Die Hunde leben mit in den Häusern und Wohnungen, sie sind nicht frei auf dem Grundstück und können so nicht unkontrolliert gedeckt werden.
Die meisten Menschen in den Städten haben vielfältigere Möglichkeiten für ihre Tiere selber aufzukommen. Sie haben durchweg einen höheren Bildungsstandard, können lesen und schreiben und haben nicht selten Autos, mit denen sie mobil sind. Sie sind selten die Menschen, die sich einen Tierarzt für ihr Tier nicht leisten könnten. Aber, natürlich nehmen auch sie die kostenlosen Kastrationen gerne an.
Neben den Vermehrern, die bewusst immer wieder Welpen züchten und dann verkaufen, stammen die Tiere in den Tierheimen aber von der Landbevölkerung. Dort, wo die Hunde frei in den Dörfern oder auf den Grundstücken herumlaufen. Sie werden unkontrolliert und ungewollt gedeckt und bringen immer wieder Welpen zur Welt, die dann weg müssen.
Die Besitzer sind meist bitterarm. Können oft weder lesen noch schreiben. Leben ind Häusern ohne Strom und fließendem Wasser. Sie haben selten Autos, fshren oft mit Pferdekutschen und könnten so selber nie zu den Kastrationsaktionen in den Städten gelangen. Erst einmal können sie die Ankündigungen nicht lesen, dann würden sie sie oft nicht verstehen und die Fahrt wäre fast unmöglich.
Die Menschen und ihre Tiere gilt es aber zu erreichen. Und dann gilt es in erster Linie die Hündinnen und weiblichen Katzen zu kastrieren. Einen Rüden, der eine unkastrierte Hündin deckt, der findet sich immer. Egal, wie viele Rüden man kastriert.
Weil nun eben Equiwent dieses Konzept der Kastrationen umsetzt, viel Zeit investiert um an die "Vermehrerhündinnen" ranzukommen und dadurch für Veränderung sorgt, deswegen bekommen sie von uns unsere größtmögliche Unterstützung. Ganz einfach. So muss man vorgehen, wenn Gelder nicht in unendlicher Menge vorhanden sind und man mit dem, was man hat das bestmögliche erreichen will.
Danke an alle, die uns dabei unterstützen. Sei es über den Spendenflohmarkt oder direkt.
Helficus
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