Elises Altersteilzeit

Elise, die wirklich schon sehr alte Pyrenäen-Berghündin, lebt seit vielen Jahre schon im Refugio Esperanza.

 

Bereits als sie kam, war sie eine Hündin "im besten Alter", nicht mehr jung, aber auch noch nicht so alt, als dass sie nicht noch viele schöne Jahre vor sich hatte.

 

Doc, niemand hat sich jemals für die riesige und dennoch so sanfte Hündin interessiert. Adoptanten und Pflegestellen wollten immer nur die kleinen und möglichst ganz jungen Hunde. Welche Qualitäten Elise und die anderen Hunde, die schon lange warten, haben, das wurde immer übersehen oder erst gar nicht mit Interesse belegt.

 

Elise lebt seit ihrem Einzug am Eingang zum Grundstück der Hagens vom Refugio Esperanza. Dort hat sie ihr Gehege, schön mit vielen Blumen und Bäumen, die ihr Schatten spenden. Sie hat ihre Hütte, ihnen Futternapf und Wassertrog.

 

Und sie darf das Gehege gerne verlassen und im Schleusenbereich nach Lust und Laune herumlaufen. Doch, Elise ist gemütlich und liebt es eher, es sich auf der dort stehenden Bank bequem zu machen. Wie oft wurde die Bank schon für sie repariert....  Aber, das ist ihr Platz, der muss sein.

 

Der Platz direkt am Eingang zum Grundstück hat Elise den Job als Pförtnerin eingebracht. Gewissenhaft wird jeder begrüßt und beäugt. Was will er hier? Gehört er ins Refugio? Ist es netter Besuch? Vielleicht potentielle Adoptanten? Oder der Paketbote?

 

Dadurch, dass sich kein freiwilliger Helfer im Refugio befindet, ist die Arbeit für Elise weniger geworden. Martina schafft vieles neben ihrer Arbeit als Tierarzthelferin in der Tierklinik nicht und Lambert ist aus gesundheitlichen Gründen viel in Deutschland. Vieles ist dadurch einfach nicht möglich - die Zeit - und manchmal auch die Kraft - fehlen einfach.

 

Dem Alter gerecht ist Elise also in Altersteilzeit. Eigentlich könnte sie schon Rentnerin sein, doch wegen ihrer schweren ersten Lebensjahre außerhalb des Refugios muss sie noch ein wenig mitarbeiten.

 

Nun war es wieder einmal so weit, der Paketbote hatte das neue Alsa Futter aus unserem monatlichen Futterabo in der Tierklinik abgeliefert und Martina hatte es mit nach Hause gebracht. Da war Elise wieder gefragt! Sie musste doch kontrollieren, ob Lieferschein  und gelieferte Ware auch übereinstimmen!

 

 Jepp, zwei Säcke sollen monatlich geliefert werden, zwei Säcke sind angekommen. Und es ist auch das bestellte, gute getreidefreie Futter mit Geflügel und Kartoffeln.

 

 

Nein, so ganz uneigennützig macht Elise ihren Job nicht - ist es doch sie, die dieses gute Futter in ihren Napf bekommt! Schaut mal links, da hat Martina direkt etwas für Elise bereitgestellt.

 

Und auch die Leckerchen, die als Proben immer kostenlos beigelegt werden, die bekommt natürlich unsere Elise. 

 

Sollte sie denn nicht endlich mal ihre Rente genießen dürfen? Sollte sie etw zur Tafel gehen müssen um satt zu werden weil das Geld nicht reicht? NEIN! Wir sorgen für die liebe Hundeomi.

 

Danke an Walter W., der den Rechnungsbetrag für das Futter wieder einmal übernommen hat.  

 

Kein Wunder, denn auch er kennt Elise persönlich und weiß, was sie für eine wunderbare Hündin ist, die nun eben ihre letzte verbleibende Lebenszeit noch im Refugio Esperanza verbringen darf. Mittlerweile ist die für eine Vermittlung zu alt geworden....  

 

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Kommentare: 1
  • #1

    gnagnie (WH-Forum) (Dienstag, 06 September 2022 11:45)

    Die Rentnerin versorge ich gern, wenn auch momentan nur aus der Ferne.
    Danke an Martina und Lambert, die sich um Sie kümmern.