23. Dezember: MORA

 

 

Zusammen mit ihren Geschwistern Ulisses und Ulo und ihrer Mutter Sola wurde unser heutiger Hund im Helficus Adventskalender an einer Kette gehalten.

 

Bis die Hunde irgendwann endlich durch die Polizei beschlagnahmt wurden und einen Platz im Refugio Esperanza bekommen haben. Es war schwer, direkt 4 große Hunde unterzubringen, denn welche Tierstation nimmt schon 4 schwarze, große Hunde auf? Sie sind so schwer zu vermitteln, egal, wie lieb sie sind....

 

Martina Hagen entscheidet nicht nach Fellfarbe sondern danach, ob ein Platz in ihren Refugio Esperanza frei ist oder nicht. Ist ein Platz frei, kann jeder Notfall einziehen und das war das Glück der Kettenhunde.

 

Heute soll die schüchterne Mora unser Aufmerksamkeit bekommen.

 

Moras weiteres Handycap neben der "gefährlichen" Fellfarbe ist, daß sie durch eine Sandmücke gestochen und mit Leishmaniose infiziert wurde. Eine Krankheit, die im Mittelmeerraum verbreitet ist und nur durch die Sandmücken übertragen werden kann! Eine Infizierung anderer Hunde ist ohne diese Mücken nicht möglich. Dank guter Medizin hat Mora keinerlei Einschränkungen durch die Infizierung und ist mittlerweile frei von Symptomen!

 

Als Mora ins Refugio Esperanza kam, war dies noch anders, denn Moras Kette, an der sie gehalten wurde, hatte tiefe Narben an ihrem Hals hinterlassen. Diese Hautstellen bedurften Pflege, denn sie verheilten schlecht und rissen immer wieder auf. Doch dank täglicher Behandlung mit einer pflegenden und heilenden Creme, ist die Narbe gut verheilt. Sehen wird man diese Narbe jedoch immer....

 

 

Moras Narbe am Hals während des Heilungsprozesses
Moras Narbe am Hals während des Heilungsprozesses

 

 

Mora ist ein anfänglich zurückhaltender Hund. Sie braucht ein wenig Zeit um Vertrauen zu finden. Das schenkt sie Frauen auch schneller als Männern. Wohl ein Relikt aus ihrer schlimmen Vergangenheit. Aber Mora ist NIE aggressiv, sie zieht sich zurück und bellt Fremde an.

 

Hat man aber ihr Vertrauen gewonnen, dann liebt sie es, gestreichelt zu werden. Sie legt sich auf den Boden und genießt die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. 

 

Wer ihre Narben am Hals sieht und wer ein wenig Empathie besitzt, der wird Moras anfängliche Zurückhaltung verstehen und nicht als Manko auslegen. Die Narben am Hals sieht man deutlich, die auf der Seele jedoch nicht.

 

Mora ist ein toller Hund und sie sollte endlich - nach über mehreren Jahren Aufenthalt im Refugio Esperanza ausziehen dürfen in ein neues Leben. Eines, wo sie ihr Halsband mit Stolz tragen kann und die Kette vergessen darf. Eins mit Menschen, die ihr viel Liebe geben und anfänglich die Zeit, die sie braucht, um volles Vertrauen zu gewinnen.

 

 

Bitte, wo ist die Frau oder das Paar, das Mora endlich eine Familie sein will? Die dem Mädchen viel Liebe schenkt und in ihr das sieht, was sie ist: die beste Freundin und ein wundervoller Hund?

 

Vermittelt wird Mora, die eine der am längsten im Refugio Esperanza lebenden Hunde ist, durch den Verein www.tierische-lichtblicke.de