Ein arbeitsreicher Tag

Nachdem wir nun einige Tage warten mussten, bis endlich alles Material geliefert war, hieß es gestern: reinhauen und schaffen, was möglich ist.

 

Die Männer brauchten dafür ordentlich Muskelkraft!

Zwei Berge mit Sand und Kies mussten in der Einfahrt in die Schubkarren geschaufelt werden und dann in die Gehege gebracht werden, wo sie als erstes benötigt wurden.

 

Dabei galt es, mehrere Tore zu durchlaufen, die immer wieder geschlossen werden mussten, damit kein Hund entwischen oder in einen anderen Bereich überlaufen konnte.  

Shiras Gehege war eins der Gehege, das dringend mit Sand/Kies aufgefüllt werden musste, denn dort sammelt sich immer Wasser wenn es regnet oder der Nachbar seine Orangenplantage flutet.

 

Man soll nicht glauben, wieviele Schubkarren an Material alleine schon in dieses doch relativ kleine Gehege gekarrt werden mussten.

 

Und mit dem Reinkarren alleine war es ja nicht getan, danach musste alles verteilt und befestigt werden.

Shira fand das Geschehen höchst interessant und beobachtete alles ganz genau. Richtig, denn es ging ja auch um ihr "Zimmer", das sollte ja dann auch ihren Vorstellungen entsprechen!

 

Am Abend schien sie mit dem Ergebnis doch zufrieden zu sein!

Auch das Gehege von Ringo, Milka, Pruna und Siria wurde mit Sand/Kies aufgefüllt, der Platz der Haushunde und der Bereich vor den Containern. 

 

Dann waren beide Berge Sand und Kies auch schon abgetragen und es muß erst wieder neues Material bestellt  werden, um weiter Löcher flicken zu können. Doch dafür muß erst wieder Geld in die Kasse kommen.

 

Noch ist ja auch erst genügend andere Arbeit da, die zuerst erledigt werden muß.

Endlich kam auch die geliehene Rüttelplatte zum Einsatz! Dank ihrer Hilfe war der neue Belag schnell etwas fester.

 

Gestern schien die Sonne erbarmungslos und das Thermometer kletterte auf sommerliche Temperaturen. Es werden wohl 26 oder 27 Grad gewesen sein. Da lief der Schweiß doch schnell... Besonders bei den "Helferlein", die solche Temperaturen im Winter nicht gerade gewöhnt sind.

 

In Ringos Gehege wurden weiter Bleche an den Zaun angebracht.

 

 

Diese riesigen Dinger sollte man im Gewicht nicht unterschätzen. Zwar sehen sie aus, als wenn man sie so locker mal heben könnte, da wird man aber schnell eines Besseren belehrt.

 

Auf dem Foto sieht man auch die aufgefüllten Stellen im Boden. Ringo, Pruna und Milka genossen die Abwechslung in ihrem Gehege sichtlich und tobten gerne mal um ihr "Personal" herum.

Gestern hieß es aber neben den Bauarbeiten auch für einen Hund Abschied aus dem Refugio Esperanza zu nehmen.

 

Die unheimlich liebe Boxer Hündin Duna hat von ihrem Verein Ein Herz für Boxer eV eine Familie gefunden und musste ausreisefertig gemacht werden. Das war morgens meine erste Aufgabe.

Die Familie darf sich auf eine wirklich unheimlich liebe Hündin freuen!

 

Machs gut Mädchen, wir wünschen Dir alles Glück dieser Erde, denn das hast Du wirklich verdient!

Die "normale Arbeit" ist natürlich auch täglich zu erledigen. Ich übernahm die Reinigung aller Gehege, damit Volker Lambert tatkräftig bei den Bauarbeiten helfen konnte.

 

Die Quarantäne war natürlich auch - wie jeden Tag - dran!

 

Als Martina Feierabend hatte, rief sie kurz an. Ein Jubel brach aus, denn es war eine Futterspende aus Österreich angekommen, von dem sie einen Teil abholen durfte! Was für eine tolle Nachricht!!!

 

Martina flitze also los um das Futter zu holen, was dann mit vereinten Kräften ausgeladen wurde.

Natürlich hatten die kleinen Hunde in der Schleuse nichts besseres zu tun, als sofort mal zu schauen, was denn da an Schätzen im Auto versteckt war!

Eine erste Kostprobe wurde dann auch direkt mal genommen und das Futter hat den Geschmacktest mit Bravour bestanden!

 

Wir danken dem Spender sehr sehr herzlich!

 

Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie sehr man sich über Futter freuen kann! Wenn man täglich ca. 80 Hunde zu versorgen hat und sieht, wie die kleinen Bestände immer wieder dahin schwinden, man wieder überlegt, wie die Futterkammer wieder gefüllt werden kann, man sieht, wie viel Futter täglich in den Mägen der Hunde verschwindet, dann ist jeder Sack Futter ein Geschenk des Himmels.

 

Für uns war diese Spende gestern das schönste Valentins-Geschenk! 

 

 

 

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