Ein neuer Notfall

Die Notfälle kommen immer wieder, sie können keine Rücksicht darauf nehmen, ob alle Gehege im Refugio Esperanza voll belegt sind. Es geht um ihr Leben, denn die Alternative für viele dieser Tiere wäre eingeschläfert zu werden oder irgendwo an einem der öffentlichen Müllcontainer oder in einer Tötungsstation (Perrera) zu landen.

 

So kam auch wieder die Züchterin, die schon die Dackel-Omi Vera loswerden wollte, mit einem Hund in die Klinik in Guardamar. Diesmal brachte sie eine kleine Chihuahua-Hündin mit einem winzigen Welpen mit.

 

Die noch junge Hündin (geschätzt 2,5 Jahre alt) hatte schon drei Kaiserschnitte hinter sich, der letzte gerade erst vor Kurzem. Diesmal hatte sie nur ein Baby und wollte es zudem nicht säugen....

 

Das war für die Züchterin, die noch ca. 20 weitere Hunde haben soll, zu viel! Wo doch der Preis für einen Chihuahua-Welpen von 800,-- € auf 400,-- € gefallen ist! Ein Kaiserschnitt kostet etwa 320,-- € - da rechnete sich die Hündin, die den schönen Namen "Alma" (spanisch für Seele) trug, nicht. Das "Seelchen" musste weg.

 

Martina wurde wieder einmal vor die Wahl gestellt: entweder Du nimmst sie oder sie wird eingeschläfert!

 

Der kleine Welpe wurde von der Züchterin wieder in die Tasche gestopft, auch wenn sie meinte: "der lohnt sich auch nicht", für ihn sehen die Chancen in den Händen der Frau nicht gut aus...

 

Alma zog ins Refugio Esperanza ein und bekam den Namen Lissi, nichts soll mehr an ihre schlimme Vergangenheit erinnern.

 

Lissi
Lissi

Lissi ist noch vollkommen panisch! Bei der Ankunft machte sie vor lauter Angst erst einmal ihre Geschäftchen auf dem Arm von Martina. Diesmal war also Martina an der Reihe!

 

Dass Lissi frech ihre Zunge rausstreckt, das scheint wohl eine Marotte von ihr zu sein, sie trägt ihren kleinen "Waschlappen" gerne sichtbar!

 

Um erst einmal zur Ruhe zu kommen und die vielen Geschehnisse in den letzten Tagen zu verarbeiten, ist Lissi in die Quarantäne gezogen, wo sie in einem Käfig in einem Bettchen auf einer Wärmeplatte liegen kann. Es wird noch etwas dauern, bis sie nicht mehr panisch auf jede Bewegung und jede Annäherung reagiert. Die ersten Tage haben ihr schon gut getan und sie fasst langsam ein wenig Vertrauen.

 

Und wieder musste eine "Mode-Rassehund" darunter leiden, daß seine Besitzer ihn nur als Geldquelle gesehen haben, nicht aber als Lebewesen, das ein Recht auf Leben hat, auch ohne permanent Welpen zu gebären, das ein Herz, Angst und Gefühle hat und doch einfach nur leben will!

 

Das Refugio Esperanza ist mal wieder mehr als voll belegt und für neue Notfälle ist kein Platz mehr. Nun können nur dadurch wieder Plätze geschaffen werden, daß Tiere ausreisen können. Bitte helft alle mit, damit auch die nächsten ungewollten Tiere weiter leben dürfen. Auch in Spanien werden täglich weiterhin tausende Hunde und Katzen getötet - ganz offiziell in den Perreras!

 

Wie kann man nun helfen:

 

Flyer gibt es zu vielen der Tiere, diese kann man an öffentlichen "schwarzen Brettern" aushängen, oder an Infotafeln in Tierarztpraxen oder Futtergeschäften.

 

Wenn ihr davon hört, daß jemand einen Hund aufnehmen möchte, gebt ihm die Adresse: www.refugio-esperanza.com , oder www.helficus.de  Wir sind gerne behilflich!

 

Hättet ihr vielleicht Platz, um einen Hund als Pflegestelle aufzunehmen? Dann meldet Euch bitte! Wie wichtig Pflegestellen sind, das haben wir bereits geschrieben!

 

Unterstützt die Arbeit des Tierschutzes durch eine Geldspende. Lasst Euch zum Valentinstag das "Herz eines Tieres" schenken, vielleicht durch eine Patenschaft! 

 

Es gibt so viele Wege zu helfen (schaut mal in unsere "Infothek", dort findet ihr viele Anregungen wie man helfen kann!) und es gibt noch viel mehr Tiere, die Hilfe dringend benötigen!

 

 

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